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Dramatische Genomveränderungen bei Cardiocondyla Ameisen

Fachliche Zuordnung Evolution, Anthropologie
Förderung Förderung seit 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 570272699
 
Die Syntenie von Genen innerhalb eines Genoms ist größtenteils durch natürliche Selektion entstanden, da Veränderungen zur Störung etablierter genregulatorischer Mechanismen beitragen können. Der Erhalt der Syntenie ist daher ein relativ weit verbreitetes Phänomen in den meisten Tiergenomen, z.B. in Knochenfischen, Säugetieren und den meisten Ameisen. Die Genome von Ameisen der Gattung Cardiondyla zeichnen sich allerdings durch massive genomische Veränderungen aus, wie sie bisher bei keinem anderen untersuchten Arthropoden oder Wirbeltier beobachtet wurden. Um das Phänomen derart ausgeprägter makro- und mikrosyntenischen Veränderungen in der Genomevolution besser zu verstehen, soll mittels vergleichender Genomik, Populationsgenomik und Transkriptomik die evolutionäre Geschichte dieser Genomveränderungen in Cardiocondyla untersucht werden. Zusätzlich soll durch vergleichende Genexpressionstudien im Kontext der Kastendifferenzierung bei Ameisen untersucht werden, wie die Genom-Neuanordnung konservierte genregulatorische Netzwerke (GRNs) in Cardiocondyla im Vergleich zu anderen Ameisen beeinflusst hat. Durch eine vergleichende Analyse von Chromatininteraktionen mittels tiefer HiC-Sequenzierungen werden wir außerdem testen, ob der Verlust der konservierten Syntenie in Cardiocondyla durch verstärkte long-range genomische Interaktionen auf 3D-Ebene kompensiert wurde.
DFG-Verfahren Schwerpunktprogramme
 
 

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