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Petrologisch-geophysikalische Untersuchung von post-kollisions Vulkanismus in der Vrancea Region

Fachliche Zuordnung Physik des Erdkörpers
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 570436389
 
Vulkanausbrüche stellen eine erhebliche Bedrohung für menschliches Leben und wirtschaftliches Wohlergehen dar, insbesondere in tektonischen Gebieten, in denen wasserreiche Magmen produziert werden. Während wasserhaltiger Magmatismus in Subduktionszonen seit Jahrzehnten im Fokus der Forschung steht, ist vulkanische Aktivität, die über aktive Subduktion hinaus in Gebieten nach der Kollision anhält, deutlich weniger erforscht, aber ebenso gefährlich und potenziell komplexer. Ziel dieses Projekts ist es, unser Verständnis solcher Vulkansysteme, der fundamentalen Kräfte ihrer magmatischen Aktivität und ihrer zeitlichen Entwicklung zu verbessern, um die Entwicklung des lithosphärischen Mantels und zukünftige Eruptionsaktivitäten zu beurteilen. Um dies zu erreichen, schlagen wir einen integrierten geophysikalisch-petrochronologischen Ansatz für eines der geodynamisch aktivsten Gebiete Europas vor: die Vrancea-Region in Rumänien. Diese umfasst drei sehr unterschiedliche magmatische Provinzen in unmittelbarer Nähe zueinander: den adakitischen Ciomadul-Vulkan, das Na-alkalische Persani-Basaltvulkanfeld und die kalkalkalischen Süd-Harghita-Vulkane. Diese stellen mehrere zeitliche Stadien des Magmatismus dar, die sich teilweise zeitlich überschneiden, wobei Ciomadul gegenwärtig ein ruhender Vulkan ist und sich südöstlich dieses Vulkans möglicherweise eine entstehende magmatische Provinz bildet. Wir werden unsere Ziele erreichen, indem wir eine mulit-skalige magnetotellurische Untersuchung durchführen, um die magmatischen Systeme von der flachen Kruste bis hinunter zur Asthenosphärengrenze abzubilden. Dabei integrieren wir die Modelle quantitativ mit vorhandenen geophysikalischen Daten. Außerdem werden wir eine gründliche petrologische, geochemische und geochronologische Charakterisierung des Eruptionsmaterials vornehmen, die die magmatische Entwicklung und Eruptionshäufigkeit mit Veränderungen der Mantelquelle verknüpft. Dies wird einen Überblick darüber geben, wie sich das System während der letzten drei Millionen Jahre entwickelt hat, indem es verschiedene Arten der Magmenbildung mit ihren tektonischen Treibern verknüpft. Außerdem werden wir den aktuellen Zustand und mögliche Entwicklungspfade dieser noch aktiven magmatischen Provinz aufzeigen.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
Internationaler Bezug Schweiz, Tschechische Republik
 
 

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