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Von der Fixation zum Fußtritt: kortikale, okulomotorische und gangbezogene Prädiktoren realweltlicher Navigation

Fachliche Zuordnung Biologische Psychologie und Kognitive Neurowissenschaften
Allgemeine, Kognitive und Mathematische Psychologie
Kognitive und systemische Humanneurowissenschaften
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 571278583
 
Wie behält und steuert das menschliche Gehirn Navigationspläne in einer Umgebung ohne externe Hinweise? Aufbauend auf Nagetierforschung zu hippocampaler Phasenkodierung untersucht dieses Projekt die neurophysiologischen Grundlagen räumlicher Entscheidungen beim Menschen in natürlichen Bewegungsszenarien. Mittels mobiler EEG-Messung, tragbarer Blickerfassung und Bewegungsverfolgung wird geprüft, ob kortikale Alphadynamiken und Blickverzerrungen während einer stationären Planungsphase bevorstehende Navigationsentscheidungen vorhersagen können. Zusätzlich wird analysieren, ob der menschliche Gang rhythmisch an kortikale Aktivität gekoppelt ist, analog zur Schritt-Phasen-Synchronisation im Hippocampus von Nagetieren. Zwei Experimente variieren systematisch die Arbeitsgedächtnislast und Gehgeschwindigkeit, um Interaktionen zwischen Alpha-Rhythmus, Blickverhalten und Gang zu untersuchen. Die Ergebnisse schließen eine zentrale Forschungslücke zwischen invasiver Tierforschung und nicht-invasiver Humanforschung und tragen zum Verständnis körpergebundener Kognition bei.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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