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Historische Perspektive auf die mehrdekadische Reaktion der marinen Nahrungsnetze auf anthropogene Einflüsse.
Antragstellerin
Dr. Camille de la Vega
Fachliche Zuordnung
Ökologie und Biodiversität der Tiere und Ökosysteme, Organismische Interaktionen
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 571526972
Marine Küstenökosysteme werden durch eine Vielzahl von Stressfaktoren beeinflusst. In der Nord- und Ostsee haben Klimawandel, Eutrophierung, Sauerstoffmangel und die Fischerei zu drastischen Veränderungen in den Gemeinschaften von Primärproduzenten bis hin zu Spitzenprädatoren geführt. Das hat eine Neuordnung der Nahrungsnetze zur Folge. Aufgrund des Mangels an historischen Daten und begrenzter methodischer Ansätze fehlt es jedoch an Wissen darüber, wie sich Nahrungsnetze als Reaktion auf diese Stressfaktoren entwickelt haben. Das Hauptziel dieses Projekts besteht darin, mehrdekadische Veränderungen in den Nahrungsnetzen der Nord- und Ostsee von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis heute zu erfassen und deren Ursachen zu ermitteln. Zu diesem Zweck werden leistungsstarke Tracer eingesetzt, die Schlüsselkomponenten des Nahrungsnetzes in archiviertem Gewebe von zwei generalistischen Meeresräubern, den Schweinswalen (Phocoena phocoena) und den Kegelrobben (Halichoerus grypus), aus drei Regionen der Nord- und Ostsee charakterisieren. Dieses Projekt wird einen wichtigen Beitrag dazu leisten, zu verstehen, wie die Nahrungsnetze in der Nord- und Ostsee auf Umweltveränderungen, menschliche Nutzung und anthropogene Stressfaktoren reagiert haben.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
