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Verflochtene Humandifferenzierung. Europäisch-afrikanische Konstruktionen der Humankategorie „Pygmäe“ (F02*)

Fachliche Zuordnung Ethnologie und Europäische Ethnologie
Afrika-, Amerika- und Ozeanienbezogene Wissenschaften
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 442261292
 
Das Teilprojekt untersucht eine Humankategorie, die entweder unter lokalen ethnisierenden Bezeichnungen wie „Twa“ oder „Aka” oder abwertend als „Pygmäe“ in Zentralafrika präsent ist. Das Projekt geht im Kongo Prozessen der (De)Institutionalisierung der umstrittenen Humankategorie in Wissenschaft, Politik und sozialer sowie versprachlichter Alltagspraxis nach. Der Fokus liegt hier auf der individualbiografischen Aufweichung kategorialer Zugehörigkeit und auf Tendenzen der Entdifferenzierung, d.h. dem Außerkraftsetzen von Unterscheidungen wie „Pygmäe/Bantu“. Weiterhin erforscht das Teilprojekt die Verflechtung europäischer und afrikanischer Zuschnitte der Humankategorie und die Verschränkung von Fremd- und Selbstwahrnehmung. Es stellt einen Fall asymmetrisierender Differenzierung mit Blick auf die Dimensionen „Rasse“, Ethnizität und „Kaste“ dar.
DFG-Verfahren Sonderforschungsbereiche
Antragstellende Institution Johannes Gutenberg-Universität Mainz
 
 

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