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Arbeit und Erschöpfung. Umgangsweisen und Lösungsstrategien in Bundesrepublik und DDR von der Nachkriegszeit bis in die 1970er Jahre
Antragsteller
Professor Dr. Frank Becker
Fachliche Zuordnung
Neuere und Neueste Geschichte (einschl. Europäische Geschichte der Neuzeit und Außereuropäische Geschichte)
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 572684665
Burnout, eine anhaltende und strukturell verankerte Form der Erschöpfung, ist zu einer modernen Volkskrankheit geworden. Sie hat aber auch in der Vergangenheit die in der Arbeitswelt Tätigen herausgefordert, wie die Forschung zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gezeigt hat. Das Projekt widmet sich dem unter diesem Gesichtspunkt bisher kaum erforschten Zeitraum von der Nachkriegszeit bis in die 1970er Jahre, und zwar speziell für die beiden deutschen Staaten Bundesrepublik und DDR. Unter Verwendung verschiedener historischer Methoden, darunter diskurs- und wissensgeschichtliche, praxeologische, körper- und geschlechtergeschichtliche Konzepte, geht das Projekt über die traditionelle Erwerbsarbeit hinaus. Dabei richtet sich der Blick auf bisher wenig beachtete Gruppen wie Führungskräfte („Managerkrankheit“), hausarbeitende und erziehende Frauen („Müttergenesung“) und zurückgekehrte Kriegsgefangene. Diese Erkundung erfolgt zum einen im Rahmen einer deutsch-deutschen Vergleichs- und Verflechtungsgeschichte, zum anderen vor dem Hintergrund transnationaler Austauschprozesse von Wissens- und Praxisformen mit Drittländern.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
