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Biokatalyse von Seltenerd-Lewis-Säuren in künstlichen Enzymen
Antragsteller
Dr. Kevin Schwitalla
Fachliche Zuordnung
Biochemie
Anorganische Molekülchemie - Synthese, Charakterisierung
Organische Molekülchemie - Synthese, Charakterisierung
Anorganische Molekülchemie - Synthese, Charakterisierung
Organische Molekülchemie - Synthese, Charakterisierung
Förderung
Förderung seit 2025
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 572719335
Das Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung von Seltenerd-basierten, künstlichen Enzymen zur Durchführung von biokatalytischen Reaktionen, die in der Natur nicht zugänglich sind. Diese Reaktionen sind von zahlreichen Seltenerd-katalysierten Reaktionen inspiriert und sollen unter milden Bedingungen mit hohen Ausbeuten und Enantiomerenüberschuss durchgeführt werden. Um dies zu erreichen, werden nichtproteinogene Aminosäuren mit Bindungsstellen für Metallkomplexe an verschiedenen Stellen im Gerüst des Lactococcal multidrug resistance regulator Enzyms eingebaut und anschließend wird die Bindung der Seltenerd-Metallionen untersucht. Mithilfe dieser künstlichen Enzyme werden Seltenerd-katalysierte Reaktionen (z.B. Michael-Reaktionen, Cycloadditionen und Multikomponenten-Reaktionen) ermöglicht und hinsichtlich der Ausbeute und Enantiomerenüberschuss ausgewertet. Um das volle Potenzial künstlicher Enzyme auszuschöpfen und die Selektivität und Aktivität zu maximieren, werden wir die gerichtete Evolution nutzen, um unsere Seltenerd-Enzyme für spezifische Reaktionen zu optimieren. Im Anschluss werden die Struktur-Wirkungsbeziehungen durch Einkristallstrukturanalysen und Computersimulationen untersucht, um die Gründe für erfolgreiche Reaktionen zu verstehen und einen rationalen Ansatz für das Design von Enzymen zu entwickeln. Mit unserer Vorgehensweise streben wir eine nachhaltigere und umweltfreundlichere Synthese von Pharmazeutika und Naturprodukten an und möchten auf diese Weise den Forschungsbereich der Biokatalyse vorantreiben.
DFG-Verfahren
WBP Stipendium
Internationaler Bezug
Niederlande
Gastgeber
Professor Dr. Gerard Roelfes
