Detailseite
Projekt Druckansicht

P2: Rolle der CD4+ T-Zellen in der Entstehung und Modulation von GPCR-vermittelter Autoimmunität

Fachliche Zuordnung Rheumatologie
Klinische Immunologie und Allergologie
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 552470287
 
Agonistische Autoantikörper (Ak) gegen G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCRs), wie den Angiotensin-II-Rezeptor Typ 1 (AT1R), sind ein charakteristisches Merkmal bei systemischer Sklerose (SSc) und stehen besonders im Zusammenhang mit der pulmonal-arteriellen Hypertonie. CD4+ T-Zellen spielen eine zentrale Rolle bei der Initiierung und Aufrechterhaltung pathologischer Immunantworten bei Autoimmunerkrankungen. Sie sind entscheidend an chronischer Entzündung, Fibrose und Gefäßkrankheiten (VD) bei SSc sowie auch an der Pathogenese von Atherosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen beteiligt. Unsere bisherigen Arbeiten unterstützen die Bedeutung unterschiedlicher CD4+ T-Zell-Subsets bei SSc- und AT1R-assoziierten Immunpathologien, insbesondere von Th17, IL-13+ und AT1R+ T-Zellen als Treiber bzw. von regulatorischen T-Zellen (Treg) als Modulatoren. Die genaue Rolle bestimmter T-Zell-Subsets und die Mechanismen, durch die T-Zellen die Entstehung, Regulation und Modulation von GPCR Ak und assoziierten Immunpathologien beeinflussen, sind jedoch noch unklar. Dieses Projekt basiert auf den folgenden Hypothesen: 1) GPCR-spezifische CD4+ T-Zell-Subsets sind notwendig, um die Bildung pathogener GPCR-Ak zu induzieren. Sie tragen zu Gewebsentzündungen sowie Vaskulopathien bei SSc und anderen VD bei. 2) GPCR-spezifische Treg hingegen können die Bildung von GPCR-Ak und die Aktivierung von Effektor-Zellen inhibieren und sind wichtig für die Auflösung von Gewebsentzündungen. 3) CD4+ T-Zellen, die den AT1R und andere GPCRs exprimieren, sind wesentlich für die Vermittlung von Gewebsentzündungen und VD, da sie in entzündete Gewebe migrieren können. Zur Untersuchung der Rolle der CD4+ T-Zellen bei der Entstehung und Modulation von AT1R-Ak und assoziierten Immunpathologien verfolgen wir die folgenden Ziele: i) Die Identifikation und Abgrenzung der Rolle Antigen-spezifischer versus AT1R-exprimierender CD4+ T-Zell-Subsets, inklusive Analysen des TCR-Repertoires, der Expressionsprofile und der Funktionalität in Blutproben und in entzündeten Geweben und ii) Die Untersuchung der Rolle von Treg und follikulären T-Helferzellen bei der Modulation der AT1R-assoziierten Immunantworten und Pathologien in unseren etablierten Mausmodellen. Wir werden modernste und fortschrittliche Techniken an Patientenproben und Mausmodellen von GPCR-assoziierten VDs und Entzündungen anwenden. Die Ergebnisse aus diesen Experimenten werden auch genutzt, um die Rolle der CD4+ T-Zellen bei der Entstehung und Modulation anderer GPCR-Ak und ihrer Pathologien zu untersuchen. Diese Arbeiten sollen profunde Einblicke in die Bedeutung verschiedener CD4+ T-Zell-Subsets bei der Entstehung und Regulation von Immunantworten gegen GPCR geben und zum Verständnis der GPCR-getriebenen Immun-Dysregulation und von VD auf Ebene der T-Zellen beitragen, wodurch auch neue Ziele für therapeutische und präventive Maßnahmen identifiziert werden sollen.
DFG-Verfahren Forschungsgruppen
 
 

Zusatzinformationen

Textvergrößerung und Kontrastanpassung