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Funktionelle Charakterisierung und therapeutische Targeting der Interaktionen zwischen metastasierenden Krebszellen, Fibroblasten und Immunzellen bei der Metastasierung
Antragstellerinnen / Antragsteller
Professor Dr. Markus Feuerer; Dr. Lisa Schmidleithner
Fachliche Zuordnung
Immunologie
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 572759378
Die Metastasenbildung ist ein entscheidender Aspekt der Krebsprogression, der die Ausbreitung und Ansiedlung von Krebszellen vom Primärtumor in entfernte Organe umfasst. Der Prozess der Metastasierung wird nicht nur von den Krebszellen selbst beeinflusst, sondern auch von der Mikroumgebung, zu der während der Metastasenbildung Fibroblasten und Immunzellen gehören. Fibroblasten, die einst lediglich als strukturelle Stützzellen betrachtet wurden, haben sich als Schlüsselspieler in der Tumormikroumgebung erwiesen. Fibroblasten tragen zur Tumorprogression bei, indem sie Wachstumsfaktoren sezernieren, die Angiogenese fördern und den Umbau der extrazellulären Matrix erleichtern. Ihre Metastasen-fördernde Funktion ist jedoch bisher noch nicht gut verstanden. Wie genau Fibroblasten die Metastasierung unterstützen, ist noch nicht vollständig geklärt. Um gezielte Therapien entwickeln zu können, die diese Interaktionen stören, ist es entscheidend, die komplexen Wechselwirkungen zwischen metastasierenden Krebszellen, Fibroblasten und Immunzellen besser zu verstehen. Innovative therapeutische Ansätze müssen darauf abzielen, die metastatische Mikroumgebung umzuprogrammieren und die Immunantwort gegen metastatische Läsionen zu verstärken. Daher planen wir, (1) die Wechselwirkungen zwischen metastasierenden Krebszellen, Fibroblasten und Immunzellen funktionell zu charakterisieren, (2) frühe Metastasen therapeutisch mit gentechnisch veränderten CAR-T-Zellen gegen das karzinoembryonale Antigen zu behandeln, welche neutralisierende Faktoren freisetzen, um die tumorfördernde Wirkung der Fibroblasten zu beeinträchtigen, und (3) unsere Erkenntnisse auf das menschliche System zu übertragen.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
