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Daten- und Forschungsinfrastrukturprojekt – Neue Datenquellen und Messung von Handelshemmnissen für die empirische Forschung Projekt der Forschungsgruppe "Internationale Arbeitsteilung: Neue Herausforderungen für Arbeitnehmer, Unternehmen und politische Entscheidungsträger"

Fachliche Zuordnung Wirtschaftspolitik, Angewandte Volkswirtschaftslehre
Wirtschaftstheorie
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 550491480
 
Die Entscheidung von Unternehmen, international zu handeln, hängt von Handelskosten ab, zu denen sowohl tarifäre als auch nicht-tarifäre Handelshemmnisse zählen, die den grenzüberschreitenden Austausch von Waren und Dienstleistungen einschränken. Obwohl Daten zu Handelshemmnissen für empirische Analysen und zur Quantifizierung der Wohlfahrtsgewinne aus dem Handel von zentraler Bedeutung sind, bestehen nach wie vor erhebliche Lücken in deren Erfassung. Erstens zeigen Studien, dass es bei Zolldaten in gängigen Datenquellen erhebliche Messlücken gibt. Zweitens bleibt die Erfassung nicht-tarifärer Handelshemmnisse eine Herausforderung, da die meisten bestehenden Arbeiten auf stark aggregierte Kennzahlen für eine begrenzte Anzahl von Ländern zurückgreifen. Folglich sind umfassende Daten darüber, welche tarifären und nicht-tarifären Handelshemmnisse ein Unternehmen beim Export von Waren oder Dienstleistungen überwinden muss - oder welchen Beschränkungen ein Importeur an der Grenze unterliegt - für die Forschung nur schwer zugänglich und stellen eine Einschränkung für empirische Analysen dar. Das Infrastrukturprojekt wird zur wissenschaftlichen Literatur beitragen, indem es neue Daten zu tarifären und nicht-tarifären Handelshemmnissen für Waren und Dienstleistungen erhebt. Diese neuen Datenbanken werden die empirischen Forschungsaktivitäten der gesamten Forschungsgruppe unterstützen und miteinander verknüpfen und darüber hinaus öffentlich zugänglich gemacht. Innerhalb der Forschungsgruppe zielt das Projekt zudem darauf ab, Synergien zwischen theoretischer und empirischer Forschung zu stärken, die Datenerhebung zu unterstützen, die gemeinsame Nutzung der Datenbanken zu fördern und einen einheitlichen Rahmen für das Datenmanagement bereitzustellen.
DFG-Verfahren Forschungsgruppen
 
 

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