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Olfaktorische Kommunikation mittels Hautsekreten von Glasfröschen: chemische Identität, neuronale Verarbeitung und Verhaltensreaktionen

Fachliche Zuordnung Biochemie und Physiologie der Tiere
Biologie des Verhaltens und der Sinne
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 572809632
 
Der Geruchssinn spielt eine entscheidende Rolle für das Überleben vieler Tiere, da olfaktorische Reize eine Vielzahl angeborener Verhaltensreaktionen auslösen, wie beispielsweise die Suche nach potenziellen Partnern oder die Vermeidung von Fressfeinden. Die Mechanismen, die Geruchsreize in neuronale Aktivitätsmuster und letztendlich in bestimmte Verhaltensweisen umwandeln, sind jedoch noch unzureichend verstanden. Trotz des wachsenden Interesses an den neuronalen Korrelaten der Geruchsverarbeitung ist unser Verständnis davon, wie das Gehirn Geruchsinformationen kodiert, speichert und interpretiert, noch immer begrenzt. Diese Wissenslücke ist zum Teil auf die Fragmentierung der wissenschaftlichen Disziplinen und die Verwendung einer begrenzten Anzahl traditioneller Modellorganismen zurückzuführen. Dies erschwert eine umfassendere Betrachtung der Vielfalt sensorischer Verarbeitungsstrategien über Taxa hinweg. In diesem Forschungsvorhaben werde ich einen multidisziplinären Ansatz verfolgen, um die neuronalen Grundlagen der chemischen Kommunikation zu untersuchen. Mit Schwerpunkt auf zwei Glasfroscharten, Hyalinobatrachium valerioi und Espadarana prosoblepon, wollen meine Mitarbeiter und ich untersuchen, wie bestimmte Geruchsstoffe vom olfaktorischen System erkannt und unterschieden werden und wie diese sensorischen Reize das Verhalten in verschiedenen ökologischen Kontexten modulieren. Konkret werde ich flüchtige Substanzen aus den Hautsekreten von Männchen und Weibchen identifizieren und isolieren (WP1), die anatomische Struktur und zelluläre Zusammensetzung des olfaktorischen Systems beschreiben (WP2), olfaktorische Antworten messen und Gehirnregionen identifizieren, die an der Verarbeitung dieser chemischen Signale beteiligt sind (WP3). Schlussendlich werde ich diese neuronalen Dynamiken mit durch diese Geruchsstoffe ausgelösten Verhaltensreaktionen verknüpfen. (WP4). Durch die Untersuchung der chemischen Kommunikation aus einer integrativen, interdisziplinären Perspektive wird dieser Forschungsantrag neue Einblicke in die komplexe Beziehung zwischen Sinneswahrnehmung und Verhalten liefern.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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