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Teilprojekt 5 (SP5): Kombinierte Auswirkungen von Setosphaeria turcica und abiotischen Stressfaktoren auf Maisgenotypen

Fachliche Zuordnung Pflanzenbau, Pflanzenernährung, Agrartechnik
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 571153016
 
In dem beantragten Vorhaben wird untersucht, wie sich die gleichzeitige Einwirkung abiotischer (Trockenheit, Stickstoffmangel) und biotischer (Blattkrankheit Setosphaeria turcica) Stressoren auf das Wachstum, den Ertrag und die Futter-/Kornqualität von Mais auswirken. Ziel ist es, die komplexen Interaktionen dieser Stressoren unter realitätsnahen Bedingungen zu analysieren, um deren kombinierte Effekte besser zu verstehen und zukünftig gezielt gegensteuern zu können. Das Projekt basiert auf der Hypothese, dass die gleichzeitige Einwirkung mehrerer Stressfaktoren nicht additiv ist, sondern zu nicht-linearen Effekten führt, die je nach Genotyp und Umwelt unterschiedlich ausfallen. Um dies zu untersuchen, werden Feldversuche unter kontrollierten Umweltbedingungen (Regenausschlussanlagen) in Deutschland und Kenia durchgeführt. Ergänzt werden diese durch Gewächshaus- und Klimakammerexperimente zur mechanistischen Aufklärung physiologischer Prozesse. Ein besonderer Fokus liegt auf der Auswahl geeigneter Maisgenotypen mit unterschiedlichen Resistenz- und Toleranzeigenschaften sowie auf der standardisierten Inokulation mit S. turcica-Rassen. Neben der Erfassung klassischer Parameter wie Biomasse und Kornertrag werden auch Stressmarker, Blattchlorophyll und antioxidative Kapazität analysiert. Darüber hinaus werden die erhobenen Daten in prozessbasierte Modelierungen integriert, um die Wechselwirkungen zwischen biotischen und abiotischen Stressoren quantitativ zu beschreiben und auf andere Standorte und Klimaszenarien zu übertragen. Die Erkenntnisse dienen langfristig dazu, züchterisch wertvolle Merkmale zu identifizieren und in der Entwicklung stressresilienter Maissorten zu berücksichtigen. Das Vorhaben leistet einen wichtigen Beitrag zur Anpassung des Maisanbaus an den Klimawandel und zur Sicherung von Erträgen und Qualitäten unter zunehmend schwierigen Produktionsbedingungen.
DFG-Verfahren Forschungsgruppen
 
 

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