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Zentral Projekt (ZP): Experimente, Datenmanagment und Synthese der Ergebnisse

Fachliche Zuordnung Pflanzenbau, Pflanzenernährung, Agrartechnik
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 571153016
 
In der aktuellen Pflanzenforschung wird das Pflanzenwachstum häufig in Bezug auf einzelne Stressfaktoren wie Stickstoffmangel, Trockenheit, Hitze oder bestimmte Schädlinge und Krankheiten untersucht. In der realen Welt sind die Anbausysteme jedoch aufgrund der Auswirkungen des globalen Klimawandels zunehmend mit mehreren, gleichzeitig auftretenden Stressfaktoren konfrontiert. Dies macht eine kritische Forschungslücke deutlich: Traditionelle, reduktionistische Ansätze - wie das weit verbreitete Konzept der "Ertragslücke" - sind unzureichend, um die miteinander verknüpften Auswirkungen mehrerer Stressfaktoren zu erfassen. Stattdessen ist ein umfangreicher Systemansatz erforderlich, der beschreibt, wie dynamische Prozesse genetische, biochemische und ökophysiologische Faktoren miteinander verbinden. Das mechanistische Verständnis dieser Wechselwirkungen ist nach wie vor begrenzt, vor allem wegen der beträchtlichen Ressourcen, die für geeignete Feldexperimente erforderlich sind, mit denen die Komplexität der Wechselwirkungen zwischen abiotischem und biotischem Stress untersucht werden kann. Das Zentralprojekt (ZP) ist der Dreh- und Angelpunkt der Forschungsgruppe. Das Hauptziel des ZP ist, essentielle Rahmenbedingungen und wegweisende wissenschaftlich-technische Unterstützung für das Forschungsvorhaben zu leisten. Dies soll erreicht werden durch: (i) die Entwicklung fortschrittlicher statistischer Modelle und Versuchsdesigns, um robuste und aussagekräftige Feldstudien zu gewährleisten, (ii) die Koordination und Harmonisierung zentraler Experimente in Deutschland und Kenia, wodurch standardisierte Versuchsplattformen für alle Teilprojekte bereitgestellt werden, (iii) die Evaluierung neuer experimenteller und diversitätsgeprüfter Maishybride im Feld, wodurch eine Brücke zwischen Gewächshausergebnissen und der Produktivitätsbewertung unter Feldbedingungen geschlagen wird, (iv) die Durchführung gezielter und ungezielter Metabolomik-Analysen, um entscheidende biochemische Daten zu generieren, die genetische Informationen mit ökophysiologischer Leistung auf Feldebene verknüpfen, sowie (v) die Etablierung umfassender Datenmanagement-Protokolle und die Förderung eines nahtlosen Datenaustauschs zwischen den Projektpartnern. Durch eine enge Zusammenarbeit innerhalb der gesamten Forschungsgruppe wird das ZP in enger Zusammenarbeit mit SP6 fortlaufend Erkenntnisse aus Experimenten und Modellierungen zusammenführen, was zu gemeinsamen Schlüsselpublikationen führen wird.
DFG-Verfahren Forschungsgruppen
 
 

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