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Präklinisches SPECT/CT

Fachliche Zuordnung Medizin
Förderung Förderung in 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 573088252
 
Sowohl kleine als auch große Tiere sind als Krankheitsmodelle in der biologischen und medizinischen Forschung unverzichtbar und spielen eine Schlüsselrolle bei der Erforschung neuer Diagnose- und Therapieverfahren. Spezielle präklinische tomografische Bildgebungssysteme wie Computertomografie (CT), Magnetresonanztomografie (MRT) sowie die nuklearen Bildgebungsmodalitäten Einzelphotonen-Emissions-Computertomografie (SPECT) und Positronen-Emissions-Tomografie (PET) bieten die Möglichkeit, biologische Prozesse wie die Krankheitsentwicklung oder das Ansprechen auf eine Therapie nicht-invasiv zu untersuchen. Während MRT und CT einen hervorragenden Kontrast für Weichgewebe bzw. Knochen bieten, liefern PET und SPECT molekulare Informationen auf Gewebe- oder Zellebene unter Verwendung von radioaktiv markierten, gezielten Sonden - der so genannten molekularen Bildgebung. Die nukleare Bildgebung in Kombination mit MRT oder CT wird häufig eingesetzt, um z. B. Targets im Zusammenhang mit der Tumorentwicklung, der Immunreaktion oder auch neurologischen Erkrankungen sichtbar zu machen. Darüber hinaus ermöglicht die nukleare Bildgebung die Bewertung der Pharmakokinetik und der biologischen Verteilung von radioaktiv markierten Molekülen oder Arzneimitteln in vivo, was sie zu einem perfekten Instrument für die (bio-)chemische und pharmakologische Forschung macht. An der Universität zu Köln haben die Nuklearmedizin, das Institut für Radiochemie und Experimentelle Molekulare Bildgebung und die Radiologie im Jahr 2018 gemeinsam ein Labor für präklinische Bildgebung im Gebäude der Nuklearmedizin gegründet. Diese Einrichtung umfasst Scanner für multimodale präklinische Bildgebung, Tierhaltung, Labore für (Radio-)Chemie, Verhaltensstudien und Histologie. Das Labor steht allen Gruppen der Medizinischen Fakultät sowie der Mathematik und der Naturwissenschaften offen und wurde kürzlich in die Central Core Facilities der Medizinischen Fakultät aufgenommen. Es wird in mehreren SFBs und Verbundprojekten genutzt und ist somit Teil einer unverzichtbaren Forschungsinfrastruktur der Universität. Die Forschungsaktivitäten umfassen Themen der Onkologie, neurodegenerativer Erkrankungen und Schlaganfall bei Kleintieren. Darüber hinaus werden kardiologische Forschung sowie MR-gesteuerte Interventionen in großen Tiermodellen durchgeführt. Die derzeitige Ausstattung für die Bildgebung umfasst einen 3T-MRT-Scanner für Menschen (mit Spulen für kleine Tiere), ein präklinisches PET, ein SPECT/CT und ein microCT. Alle Systeme wurden zwischen 2004 und 2006 gebaut. Für den MRT-Scanner läuft der Support noch bis 2025, für den PET- und den microCT-Scanner fehlen Ersatzteile und sie können nicht mehr repariert werden. Der SPECT/CT-Scanner ist inzwischen defekt und kann nicht mehr in Stand gesetzt werden. Außerdem sind alle Systeme in Bezug auf Leistung und Technologie veraltet und müssen erneuert werden. Dieser Antrag bezweckt den Ersatz des präklinischen SPECT durch ein neues SPECT/CT-System.
DFG-Verfahren Forschungsgroßgeräte
Großgeräte Präklinisches SPECT/CT
Gerätegruppe 3320 Szintillationskameras
Antragstellende Institution Universität zu Köln
 
 

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