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Slide Scanner

Fachliche Zuordnung Medizin
Förderung Förderung in 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 573195722
 
Mit dem beantragten Slide Scanner sollen histologische Präparate in den Bereichen der Hellfeld-, Mehrkanal-Fluoreszenz- und Polarisationsmikroskopie voll automatisiert, mit hohem Probendurchsatz, hoch-auflösend und tiefenscharf digitalisiert werden. Die Digitalisierung ganzer Objektträger soll die Archivierung von mikroskopischen Präparaten mit gleichbleibenden Bildeigenschaften über eine Vielzahl von Replikaten hinweg ermöglichen und somit die Mikroskopie-basierte Quantifizierung morphologischer und molekularer Merkmale von Zellen und Geweben erlauben. Aufgrund der Digitalisierung des gesamten Präparats sollen solche Veränderungen in den Kontext des Gesamtgewebes gesetzt und mittels Bildanalyse-Software digital ausgewertet werden können. Ebenso soll die gemeinsame Betrachtung von Präparaten im Rahmen von Kooperationen und die Bearbeitung von Projekten standortunabhängig ermöglicht werden. Ein weiterer beabsichtigter Nutzen liegt in der Automatisierung und der optischen Flexibilität, durch die bspw. multimodales Imaging (z.B. Kombination aus Hellfeld- und Fluoreszenzmikroskopie) von identischen Positionen im Gewebe möglich wird. Die gleichzeitige Anregung und Aufnahme mehrerer Fluorchrome soll Co-Lokalisations- und Co-Expressionsstudien sowie Untersuchungen zur RGB (rot/grün/blau)-Heterogenität von Gewebeverbänden erlauben. Ein weiterer Nutzen liegt im Bereich der translationalen Forschung an tissue microarrays (TMAs); hierbei werden z.B. für bestimmte Biomarker angefärbte Tumorproben (Biopsate, OP-Resektate) vieler Patienten auf demselben Objektträger mit identischen Bildeigenschaften und somit vergleichbar archiviert, wodurch Korrelationen zwischen Biomarker-Expression und klinisch-pathologischen (Verlaufs)daten valide berechnet werden können. Ein vergleichbares Gerät ist im Umkreis der nutzenden Einrichtungen nicht vorhanden. Das beantragte Gerät soll überwiegend in der translational ausgerichteten onkologischen Grundlagenforschung zum Einsatz kommen, bei der histologische Präparate von Gewebeproben aus Patienten (z.B. TMAs und organotypische Schnittkulturen) und Mausmodellen (Xenografttumore, Metastasen) digitalisiert werden, z.T. um Screening-basierte Kandidaten hinsichtlich ihrer spatialen Expression zu untersuchen. Einen Fokus bilden dabei solide Tumore des Gastrointestinaltrakts. Weitere Anwendungen bestehen in den Bereichen der Lungenforschung, Komplementforschung, Autoimmunforschung, Chronobiologie sowie Neurobiologie und experimentellen Schlaganfallforschung. Außerdem soll das Gerät für die Weiterentwicklung der virtuellen Mikroskopie in der studentischen Lehre (Humanmedizin) genutzt werden.
DFG-Verfahren Forschungsgroßgeräte
Großgeräte Slide Scanner
Gerätegruppe 5040 Spezielle Mikroskope (außer 500-503)
Antragstellende Institution Universität zu Lübeck
 
 

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