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Strömungsgesteuerte Sedimentation in der Subantarktis: Kalibrierung von Paläostrom-Rekonstruktionen auf der Grundlage der modernen Zirkulation
Antragsteller
Dr. Gastón Kreps, Ph.D.
Fachliche Zuordnung
Geologie
Physik, Chemie und Biologie des Meeres
Physik, Chemie und Biologie des Meeres
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 573262214
Es ist bekannt, dass Meeresströmungen eine wichtige Rolle bei der Sedimentation in der Tiefsee spielen und für die Bildung von strömungsbedingten Ablagerungen (Konturiten) verantwortlich sind. Diese stellen außergewöhnliche Archive für paläozeanografische und paläoklimatische Studien mit hoher Auflösung dar. Trotz der weit verbreiteten Verwendung solcher Sedimente in Paläorekonstruktionen gibt es noch immer keine universelle Kalibrierung von Paläostromproxies auf der Grundlage von Korngrößendaten. Um die ozeanographischen Prozesse, die den Tiefseesedimenten zugrunde liegen, zu interpretieren, ist es von entscheidender Bedeutung, Studien durchzuführen, die Analysen der Bodenströmungsdynamik mit geologischen Beobachtungen des Meeresbodens kombinieren. Im Rahmen des CUCO-Projekts soll die Dynamik der Bodenströmungen in der subantarktischen Region untersucht werden, die sich durch eine intensive bodennahe Zirkulation und zahlreiche Konturiten auszeichnet. Der Südliche Ozean bildet das zentrale Element der globalen Umwälzzirkulation und verbindet die Wassermassen des Atlantiks, des Indischen und des Pazifischen Ozeans. Er wird stark vom Antarktischen Zirkumpolarstrom (ACC) beeinflusst, der durch die Topografie eingeschränkt wird und große Wirbel aufweist. Diese erreichen den Meeresboden und können die Bodenströmungen und die Sedimentation lokal sowie in den angrenzenden Becken beeinflussen. In der vorliegenden Studie wird vorgeschlagen, mithilfe von Ozeananalysen die Dynamik des Meeresbodens in der subantarktischen Region der letzten 30 Jahre zu untersuchen, um die Rolle der Wirbelvariabilität in der ACC für den meridionalen Transport in den angrenzenden Becken zu ermitteln. Von diesem Ansatz erhofft man sich wichtige neue Erkenntnisse über die Prozesse, die die globale Umwälzzirkulation steuern. Ziel dieser Studie ist ein Vergleich der Intensität und Variabilität der Bodenströmungen mit den geochemischen und sedimentologischen Eigenschaften der Oberflächensedimente. Dies wird die Kalibrierung von Proxys für die Rekonstruktion von Paläoströmungen ermöglichen und somit paläozeanographische Rekonstruktionen auf der Grundlage von Sedimentaufzeichnungen verbessern.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
Internationaler Bezug
Argentinien, USA
Kooperationspartnerinnen / Kooperationspartner
Professorin Dr. Silvia Romero; Wilbert Weijer, Ph.D.
Mitverantwortliche
Dr. Frank Lamy; Professorin Dr. Elda Miramontes García
