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Sharing! (Digitales) Teilen in Feldern materieller Kultur

Antragstellerin Dr. Klara von Lindern
Fachliche Zuordnung Ethnologie und Europäische Ethnologie
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 573564477
 
Das breit gefächerte Forschungsfeld der Material Culture Studies hat seit Jahren Konjunktur. Zahlreiche Projekte und Studien befassen sich mit der Welt der Dinge und ihren (digitalen) Repräsentationen; mit Praktiken ihrer Herstellung, Verwendung und Vermittlung; mit dem Sammeln und Ausstellen von Gegenständen, mit ihrem Bewahren und mit ihrer Rolle im Rahmen von Erinnerungskulturen, um nur einige Bereiche zu nennen. Obwohl alle diese Aspekte intensiv beforscht wurden und werden, hat die Forschung einen zentralen Begriff bzw. eine zentrale Praktik innerhalb sämtlicher Felder der materiellen Kultur bislang weitgehend außer Acht gelassen: Das Teilen. Formen des Teilens in vielen unterschiedlichen Facetten durchziehen diese Felder sowohl auf analoger als auch auf digitaler Ebene: Materielle Kultur, so lässt sich sagen, wäre ohne das Teilen nicht denkbar. An diesem Forschungsdesiderat möchte das Netzwerk ansetzen und anhand ausgewählter, jedoch übertragbarer Fallstudien die unterschiedlichen Praktiken des (digitalen) Teilens in alltagsweltlichen Dingkulturen untersuchen. Erstmals soll damit ein systematischer Überblick für die Material Culture Studies bereitgestellt werden, der eine Basis für breit gefächerte, inter- und transdisziplinäre Reflexionen bietet und zugleich einen wichtigen Beitrag zur bestehenden Forschung leistet. Die Forschung fokussiert sich auf Beispiele der vier (Teil-)Bereiche 'Museen/Sammlungen', 'Kulturerbe/Heritage', 'Mode/Textil' sowie 'Populäre Kulturen/DIY-Kulturen', anhand derer sich die große Bandbreite der möglichen Perspektiven auf das zu beforschende Feld und die enge und komplexe Verflechtung unterschiedlicher Praktiken, Akteure, Strukturen und Wissensbestände aufzeigen lässt. In Form von Online- und Vor-Ort-Treffen wird mit weiteren Gästen zu diesen vier (Teil-)Bereichen geforscht. Als (wissenschaftlicher) Output sind neben einer Online-Publikation auch eine Online-Ausstellung und ein Blog geplant.
DFG-Verfahren Wissenschaftliche Netzwerke
Mitverantwortlich(e) Professorin Dr. Stefanie Samida
 
 

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