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CAREnet ─ Netzwerk für die Stärkung sozialwissenschaftlicher Forschung zur Angehörigenpflege

Antragstellerin Dr. Ulrike Ehrlich
Fachliche Zuordnung Empirische Sozialforschung
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 574376179
 
In den Sozialwissenschaften ist erkannt worden, dass die Angehörigenpflege - also die Unterstützung und Pflege von Angehörigen mit funktionalen, mentalen oder kognitiven Einschränkungen in der häuslichen Umgebung - in alternden Gesellschaften wie Deutschland zunehmend an Bedeutung gewinnt. Forschende aus unterschiedlichen Disziplinen haben unter Rückgriff auf verschiedene theoretische Ansätze, Datenquellen und Methoden zentrale Determinanten und Konsequenzen der Angehörigenpflege untersucht. Dennoch bestehen Forschungslücken: Zum einen fehlt es an einer einheitlichen, interdisziplinär anschlussfähigen Terminologie sowie klaren Definitionen und Messkonzepten von Angehörigenpflege. Zum anderen mangelt es an einem übergeordneten konzeptionellen Rahmen, der es erlaubt, die Vielzahl empirischer Studien zu individuellen und wohlfahrtsstaatlichen Einflussfaktoren sowie deren Wechselwirkungen systematisch einzuordnen und weiterführende Forschungsperspektiven zu entwickeln. Hier setzt das geplante wissenschaftliche Netzwerk CAREnet an. Es verfolgt das Ziel, Nachwuchs- und etablierte Wissenschaftler*innen aus den quantitativen Sozialwissenschaften systematisch zu vernetzen, die bislang häufig unabhängig voneinander zum Thema Angehörigenpflege gearbeitet haben. CAREnet verfolgt zwei zentrale wissenschaftliche Ziele: 1. die Entwicklung einer einheitlichen, interdisziplinär anschlussfähigen Terminologie und Definition von Angehörigenpfleg sowie die Überprüfung und Weiterentwicklung bestehender Messkonzepte von Angehörigenpflege; 2. die konzeptionelle (Weiter)Entwicklung eines theoretisch-methodischen Frameworks, das eine strukturierte Systematisierung bestehender Erkenntnisse zu Determinanten und Konsequenzen von Angehörigenpflege ermöglicht, bestehende Forschungsdesiderata sichtbar macht und fundierte Ansatzpunkte für zukünftige Forschung bietet. Die Arbeit des Netzwerks soll zu einer nachhaltigen fachlichen Zusammenarbeit führen, gemeinsame Publikationen anstoßen und in die kooperative Entwicklung eines Drittmittelantrags münden. Übergeordnetes Ziel ist es, das Forschungsfeld Angehörigenpflege weiterzuentwickeln, zu stärken und neue Impulse für innovative sozialwissenschaftliche Forschung zu setzen.
DFG-Verfahren Wissenschaftliche Netzwerke
Mitverantwortlich(e) Dr. Nadiya Kelle
 
 

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