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Einfluss der linearen Ubiquitinierung im Adipozyten auf die Transitionen bei Lebererkrankungen

Fachliche Zuordnung Gastroenterologie
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 546585894
 
Die metabolisch bedingte steatotische Lebererkrankung (MASLD) tritt häufig bei adipösen Personen auf, wobei die Interaktion zwischen gonadalem weißem Fettgewebe (GWAT) und der Leber entscheidend ist. Durch Mutationen im Linear Ubiquitin Chain Assembly Complex (LUBAC), der Zellschicksalsentscheidungen reguliert, haben wir festgestellt, dass übermäßiger Zelltod im GWAT die MASLD fördert, während die Aktivierung von NF-κB im GWAT schützend gegen Leberschäden wirkt. Das Projekt zielt darauf ab, zu identifizieren, wie Zelltod und Entzündungsprozesse die Wechselwirkung zwischen Fettgewebe und Leber steuern. Wir planen, das Sekretom von Adipozyten und die entsprechenden Freisetzungsmechanismen zu charakterisieren, um spezifische Muster zu identifizieren, die mit dem Verlauf von Lebererkrankungen korrelieren. Die Arbeit umfasst drei Pakete: i) Definition des Zelltod-Fingerabdrucks im GWAT, ii) Identifizierung schützender NF-κB-assoziierter Profile im GWAT und iii) Korrelation dieser Ergebnisse mit Daten adipöser Patienten zur Entwicklung von MASLD. Hierbei setzen wir verschiedene Methoden von Ex-vivo-Systemen bis zu genetisch veränderten Mausmodellen ein, um einen klaren Weg zur klinischen Umsetzung aufzuzeigen. Die Zusammenarbeit mit Forschern im dangerhep-Konsortium wird die Projektdurchführung unterstützen, indem Tools wie intravitale Bildgebung (C01), präzisionsgeschnittene Leberschnitte (P03), Omics-Methoden (P07) und menschliche Biobanken (P08) genutzt werden. Diese Integration bietet die Möglichkeit, wertvolle Datensätze zu generieren, die der gesamten Initiative zugutekommen. Zudem werden Synergien mit Projekten P02 und P03 (Caspasen und NF-κB-Signalwege), P09 (Untersuchung des „Point of no Return“) und P07 (Vergleich spezifischer Lipidspezies) die wissenschaftlichen Ergebnisse verstärken und zu bahnbrechenden Entdeckungen führen. Insgesamt bietet dieser Vorschlag eine umfassende Strategie, um kritische Lücken im Verständnis von Adipositas und Lebererkrankungen zu schließen. Mit einem strukturierten Forschungsplan, modernen Methoden und der Zusammenarbeit im dangerhep-Konsortium zielt das Projekt darauf ab, klinische Anwendungen zu verbessern, indem zirkulierende und lokale Biomarker identifiziert werden, die mit pathologischen oder schützenden GWAT-Leber-Wechselwirkungen bei Adipositas in Verbindung stehen.
DFG-Verfahren Forschungsgruppen
 
 

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