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Entzündungshemmendes Potenzial extrazellulärer Vesikel (EVs) aus Hyperthermie-vorbehandelten murinen mesenchymalen Stammzellen (MSCs) als therapeutischer Ansatz im Polytrauma-Mausmodell
Antragstellerinnen / Antragsteller
Privatdozentin Dr. Liudmila Leppik, Ph.D.; Professor Dr. Philipp Störmann
Fachliche Zuordnung
Orthopädie, Unfallchirurgie, rekonstruktive Chirurgie
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 465409392
Die regenerativen parakrinen Effekte mesenchymaler Stammzellen (MSCs), vermittelt durch die Sekretion von Zytokinen und extrazellulären Vesikeln (EVs), sind essenziell für die Einleitung regenerativer Prozesse nach einem Trauma. Pathologische Reaktionen auf Verletzungen können jedoch die Stammzellpopulation des Organismus negativ beeinflussen, die Geweberegeneration hemmen und den Heilungsverlauf verschlechtern. Dies legt nahe, dass die Auffrischung der Stammzellpopulation durch die Applikation von MSC-EVs ein vielversprechender therapeutischer Ansatz sein könnte. Im Teilprojekt F3 verfolgen wir das Ziel, die therapeutischen Effekte der MSC-EV-Transplantation in einem in vivo Polytrauma-Mausmodell zu untersuchen. In einer Pilotstudie wurde gezeigt, dass eine Hyperthermie-Vorbehandlung von MSCs die Produktion von MSC-EVs steigert und deren entzündungshemmendes Potenzial im Vergleich zu unbehandelten (naiven) MSC-EVs verbessert. Daher werden wir im Projekt F3 das entzündungshemmende Potenzial von hyperthermie-vorbehandelten und naiven MSC-EVs in vivo vergleichen. Untersucht werden die frühen Effekte der EV-Transplantation auf das systemische Zytokinprofil sowie auf Organdysfunktionen nach Polytrauma unter Verwendung beider EV-Typen. Zur Aufklärung der zugrunde liegenden Mechanismen werden die miRNA- und Proteinzusammensetzungen der EVs analysiert. In vitro-Experimente werden die Wirkung von EVs, die Hsp70- und Nrf2-Proteine enthalten, auf die NF-κB- und Nrf2/HO-1-Signalwege untersuchen. Dieses Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit dem Teilprojekt F2 durchgeführt (gemeinsames Tiermodell). Daten zu den therapeutischen Effekten von MSC-EVs auf das Lungenversagen werden mit dem Teilprojekt A2 (therapeutische Effekte von respiratorischen Zell- und MSC- EVs im Schweinemodell) ausgetauscht. Darüber hinaus werden die therapeutischen Effekte von MSC-EVs auf Organdysfunktionen in Zusammenarbeit mit FA-1 (Herz), A1 und UA-3 (Knochen, Niere) sowie U2 (Leber) untersucht.
DFG-Verfahren
Forschungsgruppen
