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Entwicklung prozessinformierter Modelle für die NC-Fräsbearbeitung
Antragstellerinnen / Antragsteller
Professorin Dr.-Ing. Gisela Lanza; Professor Dr.-Ing. Florian Stamer; Professorin Dr.-Ing. Petra Wiederkehr
Fachliche Zuordnung
Spanende und abtragende Fertigungstechnik
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 546480484
Für eine effektive Nutzung datengetriebener Modelle im Kontext der Prozessoptimierung ist eine umfassende Datenbasis notwendig. Die dazu erforderliche hohe Anzahl an Experimenten und die hiermit verbundenen messtechnischen Herausforderungen zur Erfassung relevanter Prozessgrößen stehen allerdings der Idee einer modellgestützten, ressourcenschonenden Auslegung von Fertigungsprozessen diametral entgegen. Vor diesem Hintergrund ist als übergeordnetes Ziel dieses Teilprojekts eine Methodik zur Entwicklung einer neuen Klasse wiederverwendbarer Modelle, welche auf Grundlage einer effizient gewonnenen Datenbasis erstellt werden sollen, zu erforschen. Diese Basismodelle sollen unter Hinzunahme einer begrenzten Anzahl neuer, prozessspezifischer Daten als prozessinformierte Modelle in den Kontext der spezifischen Bearbeitungskonstellation und individuellen Werkzeugmaschine gesetzt werden können. In diesem Zusammenhang ist die Entwicklung eines Versuchskonzepts zur effizienten Datenakquise und -auswertung unerlässlich. Ein Fokus nimmt daher die Erforschung eines geeigneten Messkonzepts und dessen Qualifizierung zur Erfassung einer umfangreichen, qualitativ hochwertigen Datenbasis ein. Hierfür ist eine explizite Bewertung von Mess- und Modellunsicherheiten vorgesehen. Das Ziel der Modellierung besteht in der ressourceneffizienten Vorhersage der Prozessstabilität beim Fräsen, um eine produktivitätssteigernde Prozessoptimierung zu ermöglichen. Um die Grenzen bisheriger Vorhersagen signifikant zu erweitern und eine robuste Prozessauslegung zu gewährleisten, ist eine Berücksichtigung und Integration prozess-, maschinen-, werkzeug- und werkstückspezifischer Größen im Rahmen der Modellbildung unerlässlich. Die Daten werden in Projekt gebündelt und in eine kombinierte Datenbasis, bestehend aus experimentell und simulativ erhobenen Datenquellen, überführt. Damit stellt das Projekt das zentrale Projekt der FOR dar, in welchem die Erkenntnisse aller TPs zum übergeordneten Ziel der Erforschung einer Methodik zur ressourceneffizienten Erzeugung von Modellen ohne signifikante Reduzierung der Vorhersagegüte zusammenfließen.
DFG-Verfahren
Forschungsgruppen
