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Auswirkungen jüngster Änderungen der extratropischen Zirkulation auf Massenbilanz und Eisfluss der Gletscher der südlichen Anden
Antragsteller
Dr. Lukas Langhamer
Fachliche Zuordnung
Physische Geographie
Förderung
Förderung seit 2025
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 574948149
Die atmosphärischen Einflüsse auf die Oberflächenmassenbilanz (SMB) sowie die eisdynamischen Schwankungen der Gletscher in den Südanden sind nach wie vor nur unzureichend untersucht. Es ist jedoch bekannt, dass sie zu erheblichen Unsicherheiten bei aktuellen und zukünftigen Massenbilanzprognosen führen. Ziel dieses Projekts ist es, zu untersuchen, wie SMB und Eisfluss auf großräumige atmosphärische Einflüsse reagieren. Konkret verfolgt die Studie drei miteinander eng verknüpfte Ziele: (1) die Erfassung mehrskaliger Trends und Verschiebungen der atmosphärischen Zirkulationsmustern, welche den Energie- und Feuchtigkeitstransport über Südamerika bestimmen, (2) die Ermittlung der Auswirkungen lokaler Klimabedingungen auf das Verhalten der Gletscher in den Südanden und (3) die Untersuchung der Reaktion von SMB und Eisfluss auf atmosphärische Schwankungen. Die Hypothese besteht darin, dass sich über den patagonischen Eisfeldern eine ausgeprägte Übergangszone befindet, die Regionen mit unterschiedlichen SMB-Mustern und Fließdynamiken voneinander trennt. Diese Übergangszone resultiert aus der Lage und Intensität der Westwindzone der südlichen Hemisphäre und den damit verbundenen Sturmbahnen. Im Rahmen des Projekts werden aktuelle Methoden und SMB-Modellergebnisse der Projektmitarbeiter sowie frei zugängliche, fernerkundungsbasierte Daten zur Eisfließgeschwindigkeit verwendet, um den rasanten Gletscherrückgang in den Südanden zu untersuchen. Durch die Verknüpfung lokaler Trends mit atmosphärischen Schwankungen lassen sich die Reaktionen der Gletscher auf den globalen Klimawandel besser abschätzen.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
Mitverantwortliche
Dr. Johannes Fürst; Professor Dr. Tobias Sauter
