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Phänotyp-basierte Modellvorhersage von pharmakogenetischen Dosisanpassungen in Situationen mit zwei beteiligten Arzneimittelmetabolisierenden Enzymen: Modellierung von Arzneimittel-Gene-Gene-Interaktionen und Arzneimittel-Arzneimittel-Gene-Interaktionen.

Fachliche Zuordnung Pharmakologie
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 574958526
 
Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung präziser, quantitativer Dosierungsempfehlungen für Medikamente, die über zwei polymorphe Enzyme metabolisiert werden – insbesondere CYP2C19 und CYP2D6. Ausgehend von der Erkenntnis, dass pharmakogenetische Variabilität auch genutzt werden kann, um Clearance-Veränderungen durch Medikamenteninteraktionen quantitativ abzuschätzen, soll ein Modell entwickelt werden, das aus genetischen Polymorphismen auch sogenannte Phenokonversionen (Veränderungen der Enzymaktivität durch andere Medikamente) berücksichtigt. Das Projekt verfolgt vier Hauptziele: Aufbau einer offenen, kontinuierlich aktualisierten Datenbank mit pharmakokinetischen Studiendaten für CYP2D6 und CYP2C19 pharmakogenetische Einflüsse. Entwicklung und Anwendung in vitro-basierter Testsysteme für kombinierte Genotypen, um Datenlücken zu schließen. Modellentwicklung für die simultane Modellierung der Pharmakogenetik von CYP2D6 und CYP2C19 zur Vorhersage der Clearance und damit der Dosisanpassung. Untersuchung von substratspezifischen Unterschieden bei gezielten pharmakogenetischen Allelen durch in vitro-Analysen. Die Ergebnisse sollen zu einer verbesserten Arzneimittelsicherheit in der klinischen Praxis beitragen – besonders in komplexen Fällen von Polypharmazie. Die methodische Grundlage bilden bayesianisch strukturierte Metaanalysen klinischer Studien sowie die Integration von Real-World-Daten (Therapeutisches Drug Monitoring aus Norwegen). Ergänzt wird dies durch experimentelle Validierung mit rekombinanten Enzymsystemen und überexprimierenden Zelllinien.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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