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SP05: Hydraulisches Verhalten von Altbäumen bei zwei temperaten Laubbaumarten mit unterschiedlicher Stomataregulation

Fachliche Zuordnung Forstwissenschaften
Ökologie und Biodiversität der Pflanzen und Ökosysteme
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 538902328
 
Wälder erbringen verschiedene Ökosystemleistungen, sind aber zunehmend von klimatischen Extremen bedroht. Um die Reaktionen von Gehölzen auf Trockenheit zu verstehen, sind kontinuierliche Felddaten über den Wasserzustand ausgewachsener Bäume erforderlich. Daher werden im Rahmen des Projektes klassische ökophysiologische Techniken und Ansätze mit neuen technischen Entwicklungen kombiniert, um das hydraulische Verhalten von zwei Waldbaumarten mit unterschiedlicher stomatärer Regulierung des Blattwasserpotenzials zu beschreiben. Die Stichprobe umfasst ausgewachsene Bäume der anisohydrischen Buche (Fagus sylvatica L.) und der isohydrischen Winterlinde (Tilia cordata MILL.), die auf sandigen und lehmigen Waldböden in Unterfranken, einer der trockensten Regionen Deutschlands, gemessen werden sollen. Wir werden eine Kombination aus automatisierten sensorgestützten Messungen und manuellen Gasaustauschmessungen im obersten Kronendach anwenden, begleitet von verschiedenen Wurzelbeprobungskampagnen. Wir vermuten, dass Feinwurzelcharakteristika, vertikales Durchwurzelungsverhalten und die Boden-Wurzel-Konnektivität, wie sie durch Saftflussmessungen in Wurzeln mit kleinem Durchmesser ermittelt werden, hauptsächlich für die beobachteten Muster jahreszeitlicher Unterschiede im stomatären Verhalten in der Baumkronenhöhe zwischen anisohydrischen und isohydrischen Baumarten verantwortlich sind. Durch die kontinuierliche Aufnahme des Wasserpotentials von Boden, Stamm und Zweigen in Verbindung mit Messungen des Gasaustauschs und des Saftflusses werden wir einen Beitrag zu den wichtigsten Fragen der Forschungseinheit SOPHY leisten können. Dabei geht es um den Zusammenhang zwischen der Transpiration der Pflanzen und den Veränderungen des Wasserpotenzials in den Blättern und im Boden, um die Identifizierung der wichtigsten hydraulischen Grenzen für den Wasserfluss und um die Frage, welche Veränderungen der hydraulischen Leitfähigkeit zwischen Boden und Pflanze die Linearität im Tagesverlauf und in der Wachstumsperiode gewährleisten.
DFG-Verfahren Forschungsgruppen
 
 

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