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Die Bedeutung des Stoffwechsels von Phosphatidylcholin- und -ethanolamin mittels des Kennedy Pathways und Lands Cycles in der Differenzierung und Funktion von thermogenen Adipozyten
Antragsteller
Professor Dr. Josef Ecker
Fachliche Zuordnung
Toxikologie, Laboratoriumsmedizin
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 575282745
Säugetiere verfügen über weißes und braunes Fettgewebe. Wenngleich weiße Adipozyten Energie hauptsächlich in Form von Triglyceriden in Lipidtropfen speichern, haben braune Adipozyten die Fähigkeit diese chemische Energie in Wärme umzuwandeln. Dies wird durch Thermogenin (engl. Uncoupling Protein 1, UCP1) vermittelt, in einem Prozess, der als zitterfreie Thermogenese bezeichnet wird. Einige weiße Fettdepots enthalten heterogene Fettzellarten, einschließlich der sogenannten beigen Adipozyten, die ebenfalls UCP1 besitzen und somit eine zusätzliche thermogene Kapazität bieten. Da die Aktivität des braunen Fettgewebes mit geringerer Adipositas, sowie einem reduzierten Risiko für kardiometabolische Erkrankungen korreliert, ist die Fähigkeit von thermogenen Adipozyten Energie zu verbrennen von höchster Relevanz. Die Erforschung von Prozessen, die deren Differenzierung und Funktion zugrunde liegen, ist nicht nur von zentraler Bedeutung für das Verständnis grundlegender Zellbiologie, sondern auch für die Entwicklung neuer therapeutischer Strategien zur Behandlung von kardiometabolischen Erkrankungen. Eigene Ergebnisse, sowie von anderen Gruppen, weisen auf eine besondere Bedeutung des Phosphatidylcholin (PC) und -ethanolamin (PE) Stoffwechsels in braunen Adipozyten, einschließlich deren UCP1 Aktivität, hin. Daher ist das Ziel dieses Projekts, die Bedeutung der Biosynthese von PC und PE über den Kennedy-Pathway und des Remodellings deren Fettsäureketten durch den Lands-Cycle in der Differenzierung und Funktion in thermogenen Adipozyten zu verstehen. Es sollen nicht nur braune, sondern auch beige Fettzellen zu untersucht werden, da die enormen Mengen an weißem Fettgewebe beim Menschen eine wichtige, wenn auch oft vernachlässigte Quelle, für die UCP1-vermittelte Thermogenese darstellen.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
