Detailseite
Projekt Druckansicht

Das Verhältnis von Natur und Geist in Hegels Theorien des Organismus und des (subjektiven) Geistes in den Jenaer Entwürfen und im System der Berliner Zeit

Fachliche Zuordnung Geschichte der Philosophie
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 575292010
 
Ziel dieses Projektes ist es, das Verhältnis von Natur und Geist bei Hegel zu untersuchen. Von der Interpretation dieses Verhältnisses hängen viele grundlegende Annahmen über Hegels Philosophie ab. Das Projekt will diese grundlegenden Annahmen nicht alle diskutieren, sondern es soll ein eigener Beitrag zur Beantwortung der Frage nach dem Verhältnis von Natur und Geist bei Hegel geliefert und dessen Auswirkungen auf einige der großen Fragen diskutiert werden. Der eigene Beitrag zeichnet sich dadurch aus, dass die Untersuchung sich auf den Übergang der organischen Natur zu den anthropologisch-psychologischen Bestimmungen des Menschen konzentriert und diesen Übergang in zwei verschiedenen Phasen von Hegels Philosophie genau in den Blick nimmt. Ausgangshypothese des Projektes ist, dass man das Verhältnis von Geist und Natur besonders gut analysieren kann, wenn man die beiden Systemteile Hegels in ihren Beziehungen zueinander genauer untersucht, in denen die Vermittlung besonders weit fortgeschritten ist: das ist das Ende der Philosophie der Natur und der Anfang der Philosophie des Geistes. Diese beiden Systemteile sollen in dem Projekt in ihrem Verhältnis zueinander genau analysiert werden. Zudem soll der Übergang genauer betrachtet werden, der der These eines dynamischen Verhältnisses entspricht. Die beiden Systemteile haben in den letzten Jahren eine größere Aufmerksamkeit in der Forschungsliteratur erhalten, waren aber davor lange Zeit vernachlässigt, weshalb hier immer noch viel Forschung aussteht. Zudem kann das Projekt durch die Fokussierung auf das Verhältnis dieser beiden Teile und auf den Übergang von dem einen zum anderen einen eigenen Forschungsbeitrag leisten. Durchgeführt werden soll die Untersuchung zudem nicht nur anhand Hegels Systemteilen seines späteren Systems. Stattdessen soll ein Teilprojekt sich mit demselben Thema in Hegels Jenaer systematischen Entwürfen beschäftigen. In der Jenaer Zeit führt Hegel verschiedene Begriffe ein, die später für das Geist-Natur-Verhältnis relevant bleiben. Auch arbeitet er in dieser Zeit an verschiedenen Konzeptionen der Übergänge. Dies zu untersuchen stellt nicht nur ein für sich äußerst lohnendes Projekt dar. Durch die Verbindung der Projekte kann für die Interpretation der früheren und der späteren Zeit ein großer Gewinn gezogen werden - und dies gerade, so die Hypothese, wenn man sich auf konkrete Verhältnisse von (tierisch-)organischen und anthropologisch-psychologischen Momenten konzentriert.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

Zusatzinformationen

Textvergrößerung und Kontrastanpassung