Detailseite
Hochintensitäts-Training bei Patient*innen mit Schizophrenie - PsyLetics
Antragstellerin
Privatdozentin Dr. Theresa Katharina Lichtenstein
Fachliche Zuordnung
Biologische Psychiatrie
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 575788455
Schizophrenie, die sich durch ihren häufig chronischen und stark beeinträchtigenden Verlauf auszeichnet, stellt eine erhebliche Herausforderung für eine effektive Behandlung dar. Während antipsychotische Medikamente die Positivsymptome lindern, bleiben Negativsymptome und kognitive Defizite häufig bestehen, sodass in diesem Bereich neue therapeutische Ansätze erforderlich sind. Nicht-pharmakologische Interventionen, insbesondere körperliche Aktivität, erscheinen in diesem Zusammenhang vielversprechend, wobei Hochintensitäts-Training (HIT) als besonders wirksam gilt. Es gibt Hinweise darauf, dass HIT positive Effekte auf physiologische Parameter, die psychische Gesundheit sowie die kognitiven Fähigkeiten von Patient*innen mit Schizophrenie ausübt. Trotz dieses Potenzials sind die zugrunde liegenden neurobiologischen Mechanismen bislang nur unzureichend verstanden. Zur Erweiterung des Wissens in diesem Bereich untersucht das geplante Forschungsvorhaben PsyLetics die Wirkung von HIT im Vergleich zu einer niedrigintensiven Intervention (Vibrationstraining). Diese Kontrollbedingung ermöglicht es, unspezifische Effekte sowie Einflüsse geringerer körperlicher Belastung auszuschließen. Analysiert werden Verbesserungen der klinischen Symptomatik (PANSS/GAF), neurobiologische Veränderungen einschließlich Hirnstruktur, Entzündungsmarker (einschließlich Marker des Kynurenin-Stoffwechselwegs), metabolische Marker sowie die körperliche Fitness. Ziel ist es, die biologischen Wirkmechanismen von HIT bei Patient*innen mit Schizophrenie systematisch zu charakterisieren und besser zu verstehen.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
