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Im Schatten des Gesetzes. Die Paragraphen 419 und 323 und die Kriminalisierung der Homosexualität in Bogota (1890-1980)

Antragsteller Dr. Felipe Caro Romero
Fachliche Zuordnung Neuere und Neueste Geschichte (einschl. Europäische Geschichte der Neuzeit und Außereuropäische Geschichte)
Förderung Förderung seit 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 575827631
 
Dieses Projekt analysiert die Bestrafung von Homosexualität in Bogotá, der Hauptstadt Kolumbiens, einem der Länder mit der längsten Bestrafungsdauer in Lateinamerika, von 1890 bis 1980. Es handelt sich um die erste wissenschaftliche Arbeit zu diesem Thema, die bisher unbekannte Dokumente verwendet. Die Forschung verfolgt drei Hauptziele: (i) Erstellung eines Datensatzes (der erste seiner Art in Lateinamerika und dem Globalen Süden) über die Strafverfahren von Personen, die zwischen 1890 und 1990 in Bogotá wegen Homosexualität verhaftet wurden; (ii) Ermittlung der Funktionsweise der Bestrafung von Homosexualität in der Stadt, der beteiligten Institutionen, ihrer Funktion bei der Kontrolle der Sexualität der Bürger und der Frage, ob die Menschen Strategien entwickelten, damit umzugehen; (iii) Verständnis der Auswirkungen der Bestrafung auf die Geschlechter- und Sexualpolitik im Land (und der Region) über ihre Abschaffung hinaus. Das Datenbankprodukt dieser Forschung wird nicht nur in Kolumbien, sondern in ganz Lateinamerika das erste seiner Art sein. Wir hoffen, dass diese Datenbank als Beispiel dienen kann, das leicht in anderen Städten (und damit als Ergänzung zur Forschung in Kolumbien) und anderen Ländern repliziert werden kann und so künftige vergleichende Forschungen zur Sex- und Geschlechterpolitik auf dem Kontinent und dann weltweit ermöglicht.
DFG-Verfahren WBP Stelle
 
 

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