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Der Einfluss von B-Zellen auf die fibroinflammatorische Gewebeumgestaltung bei chronischer Pankreatitis
Antragsteller
Privatdozent Dr. Matthias Sendler
Fachliche Zuordnung
Gastroenterologie
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 576085219
Die chronische Pankreatitis ist eine entzündliche Erkrankung der Bauchspeicheldrüse, welche mit einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität und einer erhöhten Morbidität für die betroffenen Patienten verbunden ist. Der Krankheitsverlauf ist häufig durch wiederkehrende Episoden einer akuten Pankreatitis gekennzeichnet. Nach dem Abklingen der akuten Entzündung wird das zerstörte exokrine Gewebe durch Fibrosen ersetzt. Beim Fortschreiten der Krankheit führt der allmähliche Verlust von exokrinem und endokrinem Gewebe zu einer Funktionsbeeinträchtigung des Organs. Der Prozess der Fibrosierung ist bis heute nicht gut verstanden und stellt einen Ansatzpunkt für eine Gewebeerhaltende Therapie dar. Eine Vielzahl verschiedener Zellen ist an dem Prozess der Fibrosierung beteiligt. Neben Fibroblasten sind vor allem Zellen des angeborenen Immunsystems wie z.B. Makrophagen an der Fibrosierung beteiligt. Neben den Zellen des Angeborenen Immunsystems sind aber auch Zellen des adaptiven Immunsystems, wie z.B. T-Zellen, an diesem Prozess beteiligt. In Vorarbeiten konnten wir im Tiermodell der chronischen Pankreatitis neben T-Zellen auch eine erhebliche Anzahl an B-Zellen im chronisch entzündeten Pankreas nachweisen. Ziel des Projekts ist es zu untersuchen welche Rolle B-Zellen im Verlauf der chronischen Pankreatitis für die Gewebsfibrosierung und die Umorganisation des Organs spielen. Um B-Zellen im Tiermodel der chronischen Pankreatitis zu untersuchen, soll ein Mausmodel verwendet werden, welches uns ermöglicht B-Zellen in vivo zu depletieren. Mäuse welche den Induzierbaren Diphterie Toxin Rezeptor geflankt von LoxP sites exprimieren sollen mit Mäusen gekreuzt werden, welche die Cre-Rekombinase hinter dem CD19 Promotor exprimieren. Dies ermöglicht es CD19+ B-Zellen in vivo durch die Applikation von Diphteria Toxin zu depletieren um deren Einfluss auf die Fibrosierung im Verlauf der Pankreatitis zu untersuchen. Weiterhin sollen die Signalwege der B-Zell Aktivierung im Tiermodel, sowie in Zellkulturmodellen näher charakterisiert werden, um therapeutische Optionen zu identifizieren. Final soll anhand eines therapeutischen Ansatzes überprüft werden, ob ein BAFF (B-cell activating factor) blockierender Antikörper eine therapeutische Option der chronischen Pankreatitis darstellt. Mit Hilfe von humanen Proben soll in einem translationalen Ansatz überprüft werden, ob sich die im Tiermodell erhobenen Daten auf den Patienten übertragen lassen.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
