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Prüfanlage zur thermomechanischen Simulation von Werkstoffvorgängen (Erneuerung)

Fachliche Zuordnung Werkstofftechnik
Förderung Förderung in 2025
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 576306217
 
Das IWTM forscht zur Werkstoffentwicklung unter besonderer Berücksichtigung von deren Verarbeitungseigenschaften. Am Lehrstuhl Fügetechnik stehen dabei insbesondere die folgenden Teildisziplinen im Fokus: Entwicklung und Bewertung neuartiger Legierungen (Ni-, Al- Fe-Werkstoffe) hinsichtlich ihrer Heißrissneigung und der damit verbundenen Festigkeitseigenschaften sowohl beim thermischen Fügen als auch unter thermischer Beanspruchung, Wechselwirkung Beschichtung – Basiswerkstoff (Liquid metal embrittlement), Entwicklung von Schweißbarkeitskonzepten für unterschiedliche Fügetechnologien (Schmelz- und Pressschweißen). Neben Anwendungen zum Verbindungs- und Auftragschweißen werden dabei auch die Eigenschaften additiv gefertigter Strukturen betrachtet. Hier besteht noch erheblicher Forschungsbedarf beispielsweise zur Auswirkung der zyklischen thermischen Werkstoffbeanspruchung beim Aufbau der additiven Strukturen bei den DED-Prozessvarianten auf das Gefüge. Die am IWTM vorhandenen thermomechanische Prüfeinrichtung ist zur Bearbeitung dieser Themen fundamental und muss aufgrund des fortgeschrittenen Betriebsalters dringend erneuert werden. So kann die vorhandene Steuerung nicht mehr gewartet oder instandgesetzt werden, bei einem Defekt droht daher der Totalausfall. Mit der geplanten Erneuerung soll neben einer aktuellen Steuerung auch eine Erweiterung durch eine induktive Erwärmung erfolgen, was bisher technisch nicht möglich war. So lassen sich die bisherigen Prüfmethoden hinsichtlich der möglichen Probenformen und Temperaturprofile erweitern. Die vorhandene Anlagentechnik (Spanneinrichtung, Widerstandserwärmung, hydraulisches Kraftsystem) kann weiterverwendet werden. So kann durch einen geringen Ressourceneinsatz ein leistungsfähiges System erhalten werden. Mit den Forschungsergebnissen werden auch Kenngrößen für unterschiedliche Simulationsmethoden bereitgestellt, die wiederum ressourcensparende Entwicklungen für neue Anwendungen z.B. im Bereich additiver Fertigung ermöglichen. Mit der erneuerten Prüfeinrichtung werden neben eigenen Forschungsprojekten auch Aufgaben kooperierender Arbeitsgruppen bearbeitet, siehe Interessensbekundung im Anhang des Antrags. Hier sollen Forschungsarbeiten zur Erweiterung von Al-Legierungen mit erhöhtem Recyclinganteil erfolgen, bei denen deren Verarbeitungsverhalten untersucht werden muss. Mit der Anlagenerneuerung wird die Grundlage für die Bearbeitung bereits beantragter und weiterer geplanter Forschungsarbeiten abgesichert.
DFG-Verfahren Forschungsgroßgeräte
Großgeräte Prüfanlage zur thermomechanischen Simulation von Werkstoffvorgängen (Erneuerung)
Gerätegruppe 2900 Statische und quasistatische Prüfmaschinen und -anlagen
Antragstellende Institution Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
 
 

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