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Single-Click MRT des Herzens bei Patienten mit angeborenen Herzfehlern

Antragsteller Dr. Kenan Kaya
Fachliche Zuordnung Radiologie
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 576493546
 
Die kardiale Magnetresonanztomographie (CMR) stellt ein unverzichtbares, nicht-invasives Diagnostikverfahren dar, welche eine umfassende Beurteilung der kardialen Anatomie, der Ventrikelfunktion sowie der myokardialen Gewebeeigenschaften ermöglicht und nicht mit den Risiken ionisierender Strahlung verbunden ist. Trotz ihres etablierten diagnostischen Wertes und ihrer klinischen Relevanz ist die routinemäßige Anwendung der CMR in der klinischen Praxis bislang begrenzt, was in erster Linie auf die inhärente Komplexität und die lange Dauer traditioneller Untersuchungsprotokolle zurückzuführen ist. Diese konventionellen Protokolle hängen stark von einer durch Experten definierten Schichtpositionierung, einer kontinuierlichen elektrokardiographischen (EKG) Triggerung und wiederholten Atemanhaltephasen der Patienten ab, was die Effizienz des klinischen Workflows erheblich beeinträchtigt und die Patientencompliance erschwert. Solche praktischen Einschränkungen sind besonders belastend für Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die häufig wiederholte Bildgebungsuntersuchungen zur lebenslangen Krankheitsüberwachung, zur Therapieplanung und zur Beurteilung des Krankheitsverlaufs benötigen. Folglich besteht ein dringender Bedarf an vereinfachten, bedienerunabhängigen Bildgebungsverfahren, die eine breitere klinische Nutzung ermöglichen, die Patientencompliance verbessern und die Ressourcen des Gesundheitssystems entlasten können. Um diesem dringenden Bedarf gerecht zu werden, wurde eine innovative Technik entwickelt, das sogenannte „Free-Running Framework“ (FRF). Die Methode ermöglicht eine kontinuierliche, frei atmende kardiale 3D-Bildgebung ohne Abhängigkeit von einer EKG-Triggerung. Das FRF verwendet eine selbstnavigierende Akquisitionsstrategie in Kombination mit fortgeschrittenen, bewegungsaufgelösten Rekonstruktionsalgorithmen, wodurch die manuelle Schichtplanung entfällt und die Abhängigkeit von der Expertise des Bedienpersonals sowie die Anforderungen an die Kooperation der Patienten erheblich reduziert werden. Ziel dieser Studie ist es, die klinische Machbarkeit, die diagnostische Qualität und die operationelle Effizienz des FRF-Ansatzes für die routinemäßige klinische Anwendung bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere bei Patienten mit angeborenen Herzfehlern, umfassend zu evaluieren. Durch die Vereinfachung und Verkürzung des CMR-Untersuchungsprozesses ohne Beeinträchtigung der diagnostischen Genauigkeit besitzt die FRF-Methode ein hohes Potenzial, die Zugänglichkeit, Reproduzierbarkeit und Akzeptanz der kardialen Bildgebung in unterschiedlichen klinischen Umgebungen zu verbessern.
DFG-Verfahren WBP Stipendium
Internationaler Bezug USA
 
 

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