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Werner-Kaiser-Forschungszentrum

Fachliche Zuordnung Medizinische Physik, Biomedizinische Technik
Medizininformatik und medizinische Bioinformatik
Radiologie
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 576738170
 
Das Werner-Kaiser-Forschungszentrum (WKFZ) des Universitätsklinikums Jena (UKJ) ist auf die wissenschaftliche Forschung im Bereich der Bildgebung spezialisiert. Es verfolgt einen einzigartigen, integrierten Ansatz, der modernste MRT-Technologien mit einem umfassenden, datenschutzkonformen Forschungsdatenmanagement verknüpft. Um die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und aktuellen Herausforderungen wie dem multizentrischen Datenaustausch, komplexen Datenauswertungen sowie dem Zugang zu neuesten MRT- und KI-Methoden zu begegnen, soll die bestehende Core Facility zu einem DFG-Gerätezentrum ausgebaut werden. Hauptziel ist die Schaffung einer exzellenten Forschungsumgebung durch das Aufbrechen der Trennung zwischen Forschung und Informationsinfrastruktur. Das Zentrum wird interdisziplinäre Kooperationen fördern und Forschende von der Planung bis zur Publikation effizient unterstützen. Die Ziele für die beantragte Laufzeit von 5 Jahren sollen in fünf zentralen Arbeitspaketen umgesetzt werden. Diese umfassen die Bereitstellung hersteller- und feldstärkeübergreifender MRT-Methodik durch die Entwicklung neuester Methoden, insbesondere für ein neustes 7T-Hochfeld-MRT, und die Etablierung der Open-Source-Umgebung Pulseq. Ein weiterer Schwerpunkt ist das institutionsübergreifende Forschungsdatenmanagement, wofür ein datenschutzkonformes Konzept mit einer separaten, vom klinischen Netzwerk getrennten Forschungsnetzwerkzone und einer Pseudonymisierungsschnittstelle implementiert wird. Um die Datenanalyse zu optimieren, werden standardisierte und container-basierte Datenverarbeitungspipelines auf zentralen Rechenkapazitäten etabliert, um Effizienz und Reproduzierbarkeit zu steigern. Zudem wird eine Infrastruktur für KI-Lösungen geschaffen, die es Forschenden ermöglicht, KI-Modelle einfach anzuwenden oder selbst zu entwickeln. Schließlich werden durch die Professionalisierung von Management- und Supportstrukturen der Kompetenzerwerb, die Koordination und der Netzwerkaufbau gestärkt, um Forschende umfassend, etwa bei Ethik- und Datenschutzanträgen, zu unterstützen und die Vernetzung zu fördern.
DFG-Verfahren Gerätezentren
Antragstellende Institution Friedrich-Schiller-Universität Jena
 
 

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