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Der deutsche Brief 1620–1880 (PDB18plus) Datenbasis und kooperatives Netzwerk zur Digitalisierung und Erschließung von Briefwechseln des 17. bis. 19. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum

Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 577210436
 
Das Vorhaben verfolgt das Ziel, eine digitale Datenbasis von Metadaten und Volltexten zu den Briefwechseln des 17. bis 19. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum zu schaffen, ein kooperatives Netzwerk zur Digitalisierung, Erschließung und Vernetzung von Briefkorpora zu koordinieren und über das Portal www.pdb18.de (PDB18plus) eine zentrale Anlaufstelle für nationale wie internationale Briefforschung zu etablieren. In Anlehnung an das Vorgängerprojekt »Der deutsche Brief im 18. Jahrhundert« wird durch diese weitere Ausbaustufe und die Erweiterung des Erfassungszeitraums der Bedarf an einer systematischen Erschließung und zentralisierten Bereitstellung zahlreicher gedruckter wie digital vorliegender Editionen und Datenbanken von Briefen in größerem Umfang adressiert. Edierte Briefe, die im besagten Zeitraum im deutschen Sprachraum entstanden oder aus anderen Ländern dorthin geschickt worden sind, werden in Form von Metadaten, Images und Volltexten zugänglich gemacht. Das über eine Förderlaufzeit von fünf Jahren zu bearbeitende Korpus, bestehend aus rund 1300 gedruckten Briefsammlungen, wird über Infrastrukturen der BBAW (correspSearch) und der ULB Darmstadt (TUeditions) in Zusammenarbeit mit der Universität Halle-Wittenberg (IZEA) erschlossen und präsentiert. Im Rückgriff auf bereits bestehende Strukturen und Workflows soll so eine Datenbasis geschaffen werden, die als partizipatives Briefnachweissystem Metadaten und Volltexte nach Maßgabe der FAIR Prinzipien bereitstellt, die interoperablen, strukturierten und unter freien Lizenzen stehenden Datensets durch einen niederschwelligen Zugriff verfügbar macht und anhand leicht benutzbarer Schnittstellen Folgeforschungen der digital arbeitenden Geisteswissenschaften unterstützt. Durch die Ausrichtung auf ein umfassendes und zuverlässiges Quellenkorpus sowie durch die Integration von verstreut vorliegenden, bisher nicht homogenisierten Daten in ein strukturiertes und durchsuchbares Datenset entwickelt das Vorhaben eine verlässliche, frei verfügbare und nachhaltige Forschungsgrundlage zur Geschichte epistolarischer Austauschverhältnisse in der Neuzeit. Darüber hinaus aktiviert das Vorhaben durch die Koordination eines offenen kooperativen Netzwerks die Zusammenarbeit mit Editor*innen und Expert*innen der Briefforschung zum Ziel der digital gestützten Erschließung und Vernetzung von Briefen.
DFG-Verfahren Digitalisierung und Erschließung (Wiss. Literaturversorgung und Informationssysteme)
 
 

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