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Künstliche Intelligenz für die Oral History (KI.OH) - Entwicklung und Erprobung KI-gestützter Werkzeuge für die Erschließung und Nachnutzung sensibler audiovisueller Forschungsdaten

Fachliche Zuordnung Neuere und Neueste Geschichte (einschl. Europäische Geschichte der Neuzeit und Außereuropäische Geschichte)
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 577909525
 
Das Projekt „Künstliche Intelligenz für die Oral History“ (KI.OH) entwickelt und erprobt ein Portfolio KI-gestützter Anwendungen für die Annotation und Nachnutzung sensibler audiovisueller Forschungsdaten. Am Use Case der Oral History untersucht es Machbarkeit und Anschlussfähigkeit, Potentiale und Risiken von KI-basierten Erschließungs-, Recherche- und Trust-Werkzeugen, die auch für andere Infrastrukturen nützlich sein werden. Entwickelt werden Erschließungstools, die beim Annotieren und Teilen von Interviews, insbesondere bei der Transkription durch Spracherkennung, bei der normdatengerechten Entitätenerkennung und Verschlagwortung sowie bei der Zusammenfassung assistieren. Hinzu kommen Beratungs- und Such-Systeme, die die Nachnutzung mit methodischer Beratung durch einen digitalen Forschungsassistenten und mit einer semantischen Suche über Transkripte und andere Interviewinhalte unterstützen. Die mit dem KI-Einsatz verbundenen Risiken werden mit KI-Fachleuten reflektiert und mit einer prototypischen Trust Level Engine auch technisch adressiert. Im Austausch mit Datengebenden und Datennutzenden werden Anforderungen erhoben, Workflows spezifiziert, Prototypen evaluiert und Ergebnisse bekannt gemacht. Das Werkzeug-Portfolio wird in einer interoperablen Systemarchitektur so entwickelt, dass es über die Oral History hinaus nachhaltig und anschlussfähig für andere Forschungscommunities ist. Das Projektteam verbindet eine langjährige Expertise in der Oral History, insbesondere im Aufbau von Interviewarchiven und Erschließungsplattformen (Freie Universität Berlin und FernUniversität Hagen), mit vertieften Kenntnissen aus der KI-Entwicklung (Technische Informationsbibliothek Hannover) und der Trust-Forschung (Universität zu Köln) sowie der international verankerten Forschung zu Digital Humanities und Critical AI (Technische Universität Darmstadt).
DFG-Verfahren Forschungsdaten und Software (Wiss. Literaturversorgung und Informationssysteme)
 
 

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