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Humankapital von Eliten in Asien: Eine explorative Studie zu den Ursachen der „Grossen Divergenz“, 1000-1900

Fachliche Zuordnung Wirtschafts- und Sozialgeschichte
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 578167940
 
Dieses Projekt thematisiert die Debatte um die „Große Divergenz“ zwischen Europa und Asien. Es verwendet einen innovativen empirischen Ansatz, der darauf abzielt, unser Verständnis der Humankapitalbildung und der wirtschaftlichen Entwicklung – Themen von großer aktueller Relevanz – erheblich zu verbessern. Unser erstes Ziel ist es, bestehende Messgrößen für den Lebensstandard durch den ergänzenden Indikator der geschätzten Reallöhne (auf der Basis der Körpergröße von Erwachsenen) und der Urbanisierung zu erweitern und zu verfeinern. Ein zweites Ziel ist die Analyse des Humankapitals der Elite als potentiellem Erklärungsfaktor der langfristigen Divergenz. Da traditionelle Messgrößen für Humankapital vor dem 18. Jahrhundert weitgehend fehlen, stützen wir uns auf einen neuartigen Proxy, die Rechenkompetenz der Elite, die anhand des Anteils der Herrscher mit einem dokumentierten Geburtsjahr operationalisiert wird. Diese Messgröße spiegelt die rechnerischen Fähigkeiten der Herrscher und der sie umgebenden Eliten wider. Wir wenden diesen Indikator auf mehr als 30 Staaten in Asien und Europa an, um die Entwicklung des Humankapitals der Elite langfristig nachzuverfolgen.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
 
 

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