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Funktionale Auswirkungen der strukturellen Heterogenität von Wäldern und der mikrobiellen Vielfalt auf die Zersetzung von Nekromasse und die Pflanzenernährung

Fachliche Zuordnung Forstwissenschaften
Ökologie und Biodiversität der Pflanzen und Ökosysteme
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 459717468
 
Dieses Projekt der Forschungsgruppe "Enhancing Structural Diversity in Production Forests" zielt darauf ab, die direkten Umweltwirkungen (Mikroklima, Ressourcenverfügbarkeit) und indirekten Effekte der mikrobiellen Vielfalt von Maßnahmen zur Erhöhung der strukturellen Alpha- (ESC) und Beta- (ESBC) Komplexität (ES(B)C) auf die Zersetzung von Nekromasse über verschiedene räumliche Dimensionen (α-, β- und γ-Ebenen) hinweg zu quantifizieren. Ein breites Spektrum an Diversitätsmaßen, das taxonomische, phylogenetische und funktionale Vielfalt umfasst, wird eingesetzt, um unser mechanistisches Verständnis der Beziehung zwischen mikrobieller Vielfalt und Zersetzungsprozessen zu vertiefen. Das Projekt beinhaltet die Quantifizierung der zeitlichen Aspekte der Zersetzung durch kontinuierliche Erfassung (i) entscheidender Zersetzergruppen, insbesondere von Bakterien und Pilzen, die in Totholz vorkommen, sowie (ii) der Zersetzungsraten verschiedener Nekromassetypen, einschließlich der häufig übersehenen pilzlichen Mycelien. Dadurch können wir die Auswirkungen interjährlicher Klimavariationen auf die Zersetzungsprozesse bewerten. Die gleichzeitige Quantifizierung der Zersetzungsraten mehrerer Nekromassetypen ermöglicht die Berechnung von Zersetzungs-Multifunktionalitätsindizes. Schließlich werden wir, um die funktionalen Auswirkungen unterschiedlicher Zersetzungsraten, die aus ESC-Maßnahmen resultieren, zu bewerten, eine Tracermethodik mit 15N (für Stickstoff) und Lithium (als Surrogat für Kalium) anwenden, um die Nährstofffreisetzung aus zersetzenden Substraten und deren anschließende Aufnahme durch Pflanzen zu messen.
DFG-Verfahren Forschungsgruppen
 
 

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