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Intensionalität und Forcing: Eine neue modelltheoretische Synthese

Antragsteller Dr. Santiago Jockwich
Fachliche Zuordnung Theoretische Philosophie
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 578883684
 
Dieses Projekt untersucht, wie fortgeschrittene mathematische Methoden zum besseren Verständnis komplexer Konzepte beitragen können, die für das menschliche Denken von zentraler Bedeutung sind – etwa Überzeugung, Bedeutung, Wissen und Information. Diese sogenannten intensionalen Entitäten sind für Disziplinen wie Philosophie, Linguistik, Psychologie und Informatik von grundlegender Relevanz. Dennoch stoßen traditionelle Ansätze häufig an ihre Grenzen, insbesondere wenn es darum geht, feine Bedeutungsnuancen präzise zu erfassen. Zur Bewältigung dieser Herausforderung greift das Projekt auf eine bahnbrechende Methode der mathematischen Logik zurück – das sogenannte Forcing –, um einen neuen, einheitlichen Rahmen für die Modellierung intensionaler Entitäten zu entwickeln. Ursprünglich zur Untersuchung alternativer mathematischer Universen konzipiert, bietet Forcing eine außerordentlich flexible Struktur, die hier für philosophische und semantische Fragestellungen nutzbar gemacht werden soll. Das Projekt vereint Methoden aus Logik, Philosophie und Mathematik und kombiniert theoretische Entwicklung mit konzeptueller Analyse. Eine zentrale Herausforderung besteht darin, einen Rahmen zu schaffen, der sowohl ausdrucksstark als auch präzise ist – ohne dabei in Paradoxien zu münden, wie sie in Bedeutungstheorien häufig auftreten. Durch die enge Verzahnung formaler (logisch-mathematischer) und philosophischer Perspektiven zielt das Projekt darauf ab, sowohl die formalen Wissenschaften als auch die Philosophie in ihrer Auseinandersetzung mit den Grundlagen von Logik, Sprache und Kognition voranzubringen.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
Internationaler Bezug Großbritannien, Indien, Italien, Norwegen
 
 

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