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4-Laser Durchflusszytometer
Fachliche Zuordnung
Grundlagen der Biologie und Medizin
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 579033753
Eine besondere Anwendungsmöglichkeit der Durchflusszytometrie findet sich auch in der zell-spezifischen Analyse komplexer dreidimensionaler Organoide und humaner Tumorexplantate sowie den zugehörigen Patientenblutproben. Die Entwicklung humanbasierter Testsysteme, welche z.B. die individuelle zelluläre Komplexität von Tumoren nachahmen, ist vor allem bei der personalisierten Arzneistoffentwicklung wichtig. Die Durchflusszytometrie stellt dabei ein unverzichtbares Werkzeug für funktionelle Studien in den genannten Modellen auf Einzelzellebene dar. Im Gegensatz zu bestehenden mikroskopischen Verfahren lassen sich z.B. nach Wirkstoffbehandlung Veränderungen in der Marker Expression auf Einzelzellebene quantifizieren und die Produktion löslicher Faktoren ermitteln bei gleichzeitiger Bestimmung der zellspe-zifischen Viabilität. Keine alternative Methode leistet diese Kombination und Flexibilität an qualitativen und quantitativen Einzelzellanalysen. Ziel dieser Beantragung ist die Beschaffung eines Vollspektrum-Durchflusszytometers, das das gesamte Emissionsspektrum für jedes Fluorophor über alle Laserlinien hinweg analysieren kann und sich somit gut für die Entwicklung hochmultiparametrischer Marker Panels eignet. Die Maximierung der Informationsmenge, die aus einer einzigen Probe gewonnen werden kann, ermöglicht nicht nur die Identifizierung und Quantifizierung sowie die tiefergehende Charakterisierung des Polarisierungs- und Differenzierungsstatus beispielsweise der Immunzellpopulation im Tumormikromilieu eines soliden Tumors, sondern dient auch dazu, das Problem der begrenzten Probenverfügbarkeit zu lösen. Ein Vollspektrum-Durchflusszytometer ist somit ein leistungsstarkes Werkzeug zur detaillierten Charakterisierung von zellulär heterogenen Geweben und menschlichem peripheren Blut. Es ist besonders nützlich für Studien, in denen nur begrenzt Patientenproben verfügbar sind oder einzigartige Biomarker-Signaturen wie beispielsweise vor und nach Wirkstoffgabe gesucht werden. Ziel ist es dabei, ein robustes Gerät zu beschaffen, das maximale Flexibilität mittels multihochparametrischer Panels in Kombination mit einer intuitiven Handhabung einen problemlosen Routinebetrieb ermöglicht.
DFG-Verfahren
Forschungsgroßgeräte
Großgeräte
4-Laser Durchflusszytometer
Gerätegruppe
3500 Zellzähl- und Klassiergeräte (außer Blutanalyse), Koloniezähler
Antragstellende Institution
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Leiterin
Professorin Dr. Nicole Teusch
