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Adipozyten-spezifische Deletion von Gfod1 und ihre Auswirkungen auf die Stoffwechselgesundheit

Antragstellerin Sontje Krupka
Fachliche Zuordnung Endokrinologie, Diabetologie, Metabolismus
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 579261496
 
Ziel des Vorhabens ist es, die physiologische Rolle des bislang kaum charakterisierten Proteins Glucose-Fructose Oxidoreductase Domain Containing 1 (GFOD1) im Fettgewebe zu untersuchen. Erste Hinweise deuten darauf hin, dass GFOD1 in Adipozyten unter metabolischem Stress reguliert wird und möglicherweise als modulierender Faktor an der Schnittstelle von Adipozytenfunktion und Entzündungsprozessen wirkt. Das Protein weist strukturelle Ähnlichkeiten zu einem bekannten Enzym in Bakterien auf, zeigt jedoch bislang keine nachgewiesene enzymatische Aktivität und wird daher als Pseudoenzym eingestuft. Mithilfe eines adipozytenspezifischen Knockouts von Gfod1 im Mausmodell soll der Einfluss von GFOD1 auf die metabolische Gesundheit unter obesogenen und nicht-obesogenen Bedingungen umfassend charakterisiert werden. Dies umfasst die Analyse systemischer metabolischer Parameter wie Glukosehomöostase und Insulinsensitivität sowie die indirekte Kalorimetrie in metabolischen Käfigen zur Erfassung von Energieverbrauch, Substratnutzung und Aktivitätsmustern. Parallel dazu werden molekulare und zelluläre Veränderungen im Fettgewebe in vivo analysiert, mit besonderem Fokus auf Adipozytenfunktion, Inflammation, Differenzierung und metabolische Anpassungen infolge des GFOD1-Verlusts. Zur mechanistischen Aufklärung dieser Veränderungen kommen verschiedene Omics-Technologien zum Einsatz, deren Ergebnisse im Rahmen eines integrativen Multi-Omics-Ansatzes zusammengeführt werden. Dieser systembiologische Zugang erlaubt die Identifikation von Signalwegen und regulatorischen Netzwerken, die durch den Verlust von GFOD1 beeinflusst werden. Das Projekt soll grundlegende Erkenntnisse zur Rolle von GFOD1 in der Adipozytenbiologie und im Kontext metabolischer Dysfunktion liefern und so eine Basis für zukünftige, translational ausgerichtete Forschung im Bereich Adipositas-assoziierter Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes schaffen.
DFG-Verfahren WBP Stipendium
Internationaler Bezug Schweden
 
 

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