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NFDI-Datenspeicher in Sachsen (NFDI-Speicher 2025)

Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 579751442
 
Dieser Antrag ist Teil einer vom Nationalen Hochleistungsrechnen (NHR) koordinierten Initiative. Diese basiert auf der etablierten Expertise des NHR in der Bereitstellung bundesweiter, hochschulübergreifender Dienstleistungen und im Management großer Forschungsinfrastrukturen. Das Ziel ist, die NFDI mit einer integrierten und zuverlässigen Speicherlandschaft zu unterstützen, die, wie die bestehenden NHR-Dienste, nachhaltig betrieben und somit den Beginn der Entwicklung einer kohärenten Forschungsdateninfrastruktur in Deutschland markieren wird. Die NHR-Zentren schlagen gemeinsam vor, ein national orchestriertes Datenrückgrat aufzubauen, das sowohl Speichersysteme als auch eine Schicht zur Transformation von Daten für Forschungsdatenservices umfasst, die direkt auf die NFDI-Konsortien abzielen. Die Speichersysteme werden eng mit bestehenden Hochleistungsrechnern verbunden, um datenintensive Verarbeitung zu ermöglichen. Die Infrastruktur wird konsequent durch Identitäts- und Zugangsmanagement sowie Verteilungs- und Bereitstellungsprozesse unterstützt. Der koordinierte Ansatz nutzt die vielfältigen technologischen Stärken an den NHR-Standorten, um die Anforderungen der Konsortien an die Datenspeicherung zu erfüllen. Das Zentrum für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen (ZIH) der TU Dresden schlägt vor, Datenspeicher für sechs NFDI-Konsortien bereitzustellen: GHGA (Deutsches Humangenom-Phänomarchiv), NFDI4Chem (Chemie), NFDI4Culture (materielle und immaterielle Kulturgüter), NFDI4DataScience (Data Science und Künstliche Intelligenz), NFDI4Earth (Erdsystemwissenschaften), und PUNCH4NFDI (Teilchen, Universum, Kerne und Hadronen). Diese Speicher werden die Erfüllung der wissenschaftlichen Mission der NFDI-Konsortien ermöglichen: Repositorien für die gemeinsame Nutzung von Forschungsdaten entlang der FAIR-Prinzipien und Standards, die in der NFDI entwickelt wurden, Förderung der Wiederverwendbarkeit von Forschungsdaten durch enge Verbindung zu groß angelegten Datenverarbeitungssystemen (Hochleistungsrechner- und Machine-Learning-Infrastrukturen am ZIH), und sichere langfristige Archivierung von Forschungsdaten. Wir planen, unsere bestehenden Objekt- und Bandspeicher-Systeme zu erweitern und mehr als 20 PB nutzbare Kapazität für die NFDI bereitzustellen. Beide Speichertypen werden 2026 in einer geo-replizierten Konfiguration installiert, die höchste Datenverfügbarkeit bietet. Mit einem hierarchischen Speichermanagementsystem wird eine automatische Datenmigration für eine effiziente und bedarfsgerechte Nutzung der Speicherkapazitäten ermöglicht. Die Expertise der etablierten Strukturen am Center for Interdisciplinary Digital Sciences der TU Dresden, darunter ScaDS.AI Dresden/Leipzig (Center for Scalable Data Analytics and Artificial Intelligence), das nationale Datenkompetenzzentrum Come2Data, die Kontaktstelle Forschungsdaten und die Datentreuhandstelle, wird zusätzliche Unterstützung für das Forschungsdatenmanagement und die Datenanalyse bieten.
DFG-Verfahren Forschungsgroßgeräte
Großgeräte NFDI-Datenspeicher in Sachsen (NFDI-Speicher 2025)
Gerätegruppe 7000 Datenverarbeitungsanlagen, zentrale Rechenanlagen
Antragstellende Institution Technische Universität Dresden
 
 

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