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Außergewöhnliche Tier-Pflanze-Interaktionen liefern neue Erkenntnisse zur Insektenevolution im späten Paläozoikum und zu paläoökologischen Netzwerken

Antragsteller Michael Laaß
Fachliche Zuordnung Paläontologie
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 580148489
 
Mit der Besiedlung des Festlandes im Paläozoikum entstanden die ersten terrestrischen Ökosysteme auf der Erde. Während dieser Zeit entwickelten sich alle Stammgruppen der heutigen Insekten einschließlich deren Anpassungen an ökologische Nischen in den damaligen Ökosystemen. Darüber hinaus vollzog sich im späten Paläozoikum ein globaler Wandel von immer feuchten zu ariden Bedingungen mit gravierenden Folgen für die Lebewelt. Jedoch ist bislang wenig über die frühe Evolution der Insekten, deren Beziehungen zu Pflanzen sowie die Auswirkungen klimatischer Veränderungen auf die Ökosysteme bekannt. Tier-Pflanze-Interaktionen können entscheidend dazu beitragen, diese Wissenslücken zu schließen. Ziel dieses Projekts ist es, bisher übersehene Tier-Pflanze-Interaktionen aus wissenschaftlichen Sammlungen sowie neues Material aus Ausgrabungen von Fundstätten vom Mississippium bis zum Perm zu untersuchen. Im Ergebnis sollen paläoökologische Netzwerke rekonstruiert und der Einfluss klimatischer Veränderungen auf die Paläoökosysteme beweiskräftig gemacht werden. Erstmals ermöglichen Funde fossiler Insekteneier und Embryonen nicht nur die Zuordnung der Spurenfossilien zu ihren Erzeugern, sondern liefern essentielle Erkenntnisse zur frühen Evolution der Insekten.
DFG-Verfahren Sachbeihilfen
Internationaler Bezug Frankreich
Kooperationspartnerinnen / Kooperationspartner Dr. Rebecca Bilon; Professor Dr.-Ing. Olivier Béthoux
Mitverantwortlich Professor Dr. Ronny Rößler
 
 

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