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Agrarpolitische Maßnahmen zur Verbesserung der nachhaltigen Wassernutzung in Regionen mit informellen Wassermärkten in Indien
Antragstellerin
Juliane Hänsch, Ph.D.
Fachliche Zuordnung
Agrarökonomie, Agrarpolitik, Agrarsoziologie
Humangeographie
Hydrogeologie, Hydrologie, Limnologie, Siedlungswasserwirtschaft, Wasserchemie, Integrierte Wasserressourcen-Bewirtschaftung
Humangeographie
Hydrogeologie, Hydrologie, Limnologie, Siedlungswasserwirtschaft, Wasserchemie, Integrierte Wasserressourcen-Bewirtschaftung
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 580588570
Die Landwirtschaft ist der größte Süßwasserverbraucher in Indien. Aufgrund von klimatischen und menschlichen Einflüssen sind viele Wasserressourcen in einem schlechten Zustand. Insbesondere die übermäßige Nutzung des Grundwassers gefährdet die landwirtschaftliche Entwicklung, die (ländlichen) Lebensgrundlagen sowie die damit verbundenen Nahrungsmittel-, Energie- und Umweltsysteme. Die Grundwassernutzung wird in der Regel nicht überwacht und viele Aquifer sind erschöpft, in denen Landwirte Wasser auf informellen Wassermärkten kaufen. Angesichts des steigenden Bedarfs an Wasser wird die nachhaltige Nutzung von Wasserressourcen zunehmend dringlicher. Verschiedene politische Maßnahmen wurden umgesetzt, ohne dass hinreichend empirische Erkenntnisse über deren Effekte, Zusammenhänge und Effektivität existieren. Das Ziel dieser Studie ist die Analyse und Bewertung von politischen Maßnahmen in Indien, die in den letzten 30 Jahren zur Regulierung des Wasserbedarfs in der Landwirtschaft eingeführt wurden. Dabei ist es von Interesse herauszufinden, inwieweit unterschiedliche Maßnahmen der Agrarpolitik die nachhaltige Nutzung von Wasser verbessern können, insbesondere in Regionen, in denen informelle Wassermärkte dominieren. Der Schwerpunkt liegt auf regulatorischen, wirtschaftlichen (z. B. Anreize) oder anderen partizipativen/institutionellen Maßnahmen, die in empirischen Studien bisher weniger erforscht sind. Es erfolgt eine Analyse hinsichtlich verschiedener Indikatoren der Wassernutzung entlang der Nachhaltigkeitsdimensionen (Wasserproduktivität, Effizienz, Rentabilität, Zugang zum Wasser und Wassernutzung der Landwirte), um unterschiedliche Werte des Wassers zu erfassen. Es ist besonders wichtig, die kausalen politischen Auswirkungen zu erforschen und potenzielle Kombinationen von politischen Maßnahmen und Zielkonflikten zu betrachten. Als Grundlage wird zunächst eine systematische Übersicht bisheriger politischer Maßnahmen erstellt und eine sekundäre Datenerhebung durchgeführt. Es werden unterschiedliche Indikatoren der Wassernutzung berechnet, z. B. verschiedene Formen der Wasserproduktivität, um den ökologischen, wirtschaftlichen, sozialen und ernährungsbedingten Wert der Wassernutzung zu untersuchen. Darauf folgt eine kausale (ex-post) Analyse der Auswirkungen von politischen Maßnahmen bezüglich der berechneten Indikatoren mittels eines Differenz-in-Differenz-Ansatzes. Eine (ex-ante) politische Szenarioanalyse, mittels eines agentenbasierten Modells, ergänzt diese Analyse. Dieses vorgeschlagene Projekt liefert wichtige methodische und empirische Beiträge, um das Verständnis der Effekte politischer Maßnahmen auf die Nutzung von Wasser zu vertiefen. Die Ergebnisse sind auch für Länder relevant, in denen ein Bewässerungsausbau stattfindet, etwa in Afrika oder anderen asiatischen Ländern, wo der Grundwasserspiegel ebenfalls sinkt und informelle Wassermärkte verbreitet sind, jedoch bisher nicht in die politischen Entscheidungsprozesse einbezogen wurden.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
