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Interaktionen von HAdV mit nasalen und tonsillären Geweben: Die Rolle von ILCs und NK-Zellen in der Virus-Wirt-Immunität und Implikationen für die Entwicklung mukosaler Impfstoffe

Antragstellerinnen / Antragsteller Professor Dr. Malik Aydin; Professorin Anja Ehrhardt, Ph.D.
Fachliche Zuordnung Virologie
Förderung Förderung seit 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 548065690
 
Humane Adenovirus (HAdV)-Infektionen der oberen Atemwege stellen insbesondere für immunsupprimierte sowie chronisch erkrankte Patient:innen eine signifikante klinische Herausforderung dar. Trotz des zunehmenden Interesses im Bereich der mukosalen Immunologie sind die frühen Immunantworten gegenüber HAdV-Infektionen bislang nur unzureichend charakterisiert. Insbesondere die Interaktionen zwischen respiratorischen Epithelzellen und mukosalen Immunzelltypen wie angeborenen lymphoiden Zellen (ILCs) und natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) sind weitgehend unerforscht, was die Entwicklung effizienter mukosaler Impfstoffe und antiviraler Therapien deutlich erschwert. Das Ziel dieses Projekts ist die detaillierte Untersuchung der molekularen und zellulären Interaktionen zwischen AdV-infizierten Zellen des oberen Atemwegstrakt, insbesondere der Nasenepithelzellen und den Rachenmandeln, und den mukosalen Immunzellen (ILCs und NK-Zellen). Hierfür werden Proben von Patient:innen verwendet und mit unterschiedlichen AdV-Typen transduziert. Ein besonderer Fokus dieses Antrages wird auf dem Einsatz krankheitsspezifischer 2D-Zellkultur- und 3D-Organoid-Modellen liegen, die klinisch relevante Erkrankungen wie Asthma bronchiale, COPD, chronische Tonsillitis, chronische Rhinosinusitis mit Polyposis nasi, Allergien sowie den Zustand nach hämatopoetischer Stammzelltransplantation in vivo-nah abbilden. Wir gehen davon aus, dass HAdV-induzierte Epithelantworten virustypabhängig sowie durch Wirtsfaktoren wie Alter, Geschlecht und Vorerkrankung beeinflusst werden, wodurch gezielt mukosale Immunhomöostase, antivirale Abwehrmechanismen und Gewebeumbauprozesse beeinflusst werden. Mittels unterschiedlicher molekularer Methoden sollen zentrale Signalkaskaden der Epithel-Immunzell-Interaktion untersucht werden. Das Ziel ist es hierbei, mechanistische Einblicke in Virus-Wirt-Interaktionen zu erlangen und eine fundierte Grundlage für die mögliche Entwicklung AdV-basierter Impfstoffvektoren mit translationaler Relevanz zu erlangen.
DFG-Verfahren Forschungsgruppen
 
 

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