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Wissen und Einstellung zu Palliativmedizin in der Allgemeinbevölkerung: Messung, Status und Determinanten (WePall Studie)
Antragsteller
Professor Dr. Adrian Loerbroks; Professor Dr. Martin Neukirchen
Fachliche Zuordnung
Public Health, Gesundheitsbezogene Versorgungsforschung, Sozial- und Arbeitsmedizin
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 582733895
Hintergrund: Internationale Studien zeigen, dass Fehleinschätzungen hinsichtlich der Ziele, Aufgaben und Angebote der Palliativmedizin in der Allgemeinbevölkerung weit verbreitetet sind. Weiterhin ist die Einstellung gegenüber Palliativmedizin in der Allgemeinbevölkerung ambivalent. Fehlinformationen und ungünstige Einstellungen (z.B. in Form von Ängsten) können der Inanspruchnahme einer notwendigen palliativmedizinischen Versorgung im Wege stehen. Ziele: Ziel 1: Befragungsinstrumente sollen für die deutsche Allgemeinbevölkerung adaptiert und validiert werden (bzgl. Wissen zu Palliativmedizin) bzw. neu konzipiert und validiert werden (bzgl. Einstellungen zu Palliativmedizin). Ziel 2: Wissen und Einstellung sowie ihre Determinanten sollen erstmals in einer Zufallsstrichprobe der deutschen Allgemeinbevölkerung beschrieben werden. Methoden: Ziel 1:Die Erhebung von Wissen wird auf dem international etablierten „Palliative Care Knowledge Scale “ (PaCKS) - Fragebogen fußen, der für den Einsatz in der deutschen Allgemeinbevölkerung adaptiert wird. Zur Erfassung von Einstellungen werden bestehenden Fragebögen systematisch identifiziert, inventarisiert und potentielle Items extrahiert; Beide Fragebögen werden mittels kognitiver Interviews auf Vollständigkeit geprüft und optimiert (mit Personen aus der Allgemeinbevölkerung, Patient*innen in Palliativversorgung und Angehörigen). Basierend auf einer Zufallsstichprobe (n ≥ 400) werden in einer Pilotstudie die psychometrischen Eigenschaften der Fragebögen untersucht. Ziel 2: Die Fragebögen werden in einer Zufallsstichprobe (n ≥ 2000) der Stadt Düsseldorf eingesetzt, um den Wissensstand und die Einstellungen zu Palliativmedizin zu beschreiben sowie potentielle Determinanten (z.B. Soziodemographie, persönlich Vorerfahrungen) zu identifizieren. Erwartete Ergebnisse: Die vorliegende Studie wird erstmals umfassend den Wissensstand und die Einstellungen zu Palliativmedizin in der Allgemeinbevölkerung in einer Region in Deutschland darstellen. Die Untersuchung von Determinanten trägt zur Identifikation von Subpopulationen bei, die besondere Risikogruppen darstellen und im Fokus von Maßnahmen zur Verbesserung von Wissen und Einstellungen stehen sollten.
DFG-Verfahren
Sachbeihilfen
