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Röntgendiffraktometer mit Molybdänquelle (Erneuerung)
Fachliche Zuordnung
Analytische Chemie
Förderung
Förderung in 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 583682583
Beantragt wird die Ertüchtigung eines 13 Jahre alten Röntgendiffraktometers inklusive Zubehör/Peripherie, welches ein integraler Bestandteil der Forschungsaktivitäten des beantragenden Arbeitskreises ist und altersbedingte Ausfallerscheinungen sowie (trotz pfleglicher Behandlung) Verschleißprobleme zeigt. Das zu erneuernde Gerät ist Dreh- und Angelpunkt der Forschungsaktivitäten des beantragenden Arbeitskreises. Dies gilt insbesondere auch für lokale, nationale und internationale Kooperationen. Der das Röntgendiffraktometer betreibende Lehrstuhl Bioanorganische Chemie bearbeitet im Wesentlichen fünf für sich stehende Forschungsprojekte, von denen vier unmittelbar mit dem zu erneuernden Diffraktometer assoziiert sind. Im Zentrum steht die Bioanorganische Chemie von Molybdän und Wolfram und zwar A) mit der Ausrichtung kombinierte strukturelle und funktionelle Modellchemie auch zur Entschlüsselung von Mechanismen von Metalloenzymen und B) mit Ausrichtung bioinspirierte Reaktivität mit Fokus auf Kleinmolekülaktivierung und „second-sphere effects“. Aus A) hat sich zufällig (durch einen fehlgeschlagenen Versuch der Komplexsynthese) der Bereich C) Pentathiepin-Chemie entwickelt, der mittlerweile einen substantiellen Anteil an den Forschungsaktivitäten des Arbeitskreises ausmacht und in den Bereich pharmazeutisch relevante Moleküle fällt. Unter D) interessieren wir uns für Käfigverbindungen, die dahingehend optimiert werden sollen, Phosphationen zu binden bzw. einzuschließen und somit aus ihrer gegenwärtigen Umgebung zu entfernen. Die Projekte A bis D sind synthetische Vorhaben, deren generierte chemische Produkte durchcharakterisiert werden müssen. Wann immer möglich, geschieht dies durch eine Aufklärung der molekularen Struktur mit Hilfe der Röntgenstrukturanalyse, die ein wesentliches Standbein des Arbeitskreises ist. Über die molekularen Strukturen hinaus lassen sich, zumeist in Kombination mit spektroskopischen und/oder theoretischen Methoden, detaillierte Einblicke auch in die elektronischen Strukturen insbesondere der Übergangsmetallkomplexe gewinnen. Zudem ist die Röntgenstrukturanalyse eine Kernexpertise des Lehrstuhls und bietet assoziierten Nachwuchswissenschaftlern auch die Möglichkeit, durch eigene, zunächst betreute Anwendung der Methode eine entsprechende Qualifikation zu erwerben.
DFG-Verfahren
Forschungsgroßgeräte
Großgeräte
Röntgendiffraktometer mit Molybdänquelle (Erneuerung)
Gerätegruppe
4010 Einkristall-Diffraktometer
Antragstellende Institution
Universität Greifswald
Leiterin
Professorin Dr. Carola Schulzke
