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EEG-Labor-Ausstattung für multimodale Forschung (Erneuerung)

Fachliche Zuordnung Psychologie
Förderung Förderung in 2026
Projektkennung Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 584794102
 
Beantragt wird die Erneuerung und Erweiterung einer seit 2008 etablierten EEG-Großgeräteinfrastruktur an der Universität Trier, die weiterhin als zentrale Forschungsressource für neurokognitive Grundlagenforschung und zukünftige multimodale Forschung genutzt werden soll. Ziel der Maßnahme ist es, den zuverlässigen Routinebetrieb in der elektro-magnetisch abgeschirmten Messkabine langfristig zu sichern, Verschleiß und technische Überalterung zentraler Komponenten auszugleichen und zugleich die Infrastruktur für moder-ne multimodale Forschungsansätze gezielt auszubauen. Die wissenschaftliche Nutzung fokussiert insbesondere die Untersuchung von Handlungskontrollprozessen, einschließlich der Integration, Aufrechterhaltung und des Abrufs von Wahrnehmungs-Handlungs-Episoden. Die-se Prozesse entfalten sich im Millisekunden- bis Sekundenbereich und erfordern daher zeitlich hochpräzise EEG-Messungen. Die beantragte Erneuerung stellt hierfür die notwendige Signalqualität und Zuverlässigkeit des bestehenden Systems mit passiven Elektroden im Kabinenbetrieb weiterhin sicher. Ergänzend dazu sollen EEG-Messungen systematisch in multimodalen Laborumgebungen realisiert werden, in denen zusätzliche Verfahren wie Multisensorik, Nahinfrarotspektroskopie, nichtinvasive Stimulation und Brain-Computer-Interfaces integriert werden. Zu diesem Zweck wird die bestehende Infrastruktur um ein leistungsfähiges EEG-System mit aktiven Elektroden erweitert, das robuste Ableitungen auch in sensorik- und bewegungsreicheren Settings ermöglicht und externe Datenströme präzise synchronisiert. Damit werden die Voraussetzungen für experimentelle Designs unter stärker naturalistischen Bedingungen sowie für Echtzeitanwendungen geschaffen, in denen oszillatorische Marker als adaptive Steuersignale genutzt werden. Insgesamt verlängert die beantragte Maßnahme die Nutzungsdauer der bestehenden Großgeräteinfrastruktur substanziell, erweitert die methodische Reichweite des Standorts und ermöglicht eine hohe Auslastung durch parallele Nutzung in Kabinen- und Multimodal-Settings. Auf diese Weise wird die nachhaltige und zukunftssichere Weiterführung des EEG-Labors gewährleistet.
DFG-Verfahren Forschungsgroßgeräte
Großgeräte EEG-Labor-Ausstattung für multimodale Forschung (Erneuerung)
Gerätegruppe 3430 Elektro-Enzephalographen
Antragstellende Institution Universität Trier
 
 

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