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Hochauflösendes Massenspektrometer mit Flüssigchromatographie-System (Erneuerung)
Fachliche Zuordnung
Medizin
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 584879128
Die beantragte Erneuerung des seit 2021 vorhandenen hochauflösenden Massenspektrometers (HR-MS) dient der Aufrüstung des Gerätes zur sensitiven nicht-zielgerichteten (untargeted) Analytik des Metaboloms (Metabolomik) sowie des Proteoms (Proteomik) komplexer klinischer Proben mittels Flüssigchromatographie gekoppelt mit Tandem-Massenspektrometrie (LC-MS/MS). Ziel ist es, die mittels HR-MS erhaltenen Proteom- und Metabolomdaten mit am Institut bereits etablierter Transkriptomanalytik zu kombinieren. Durch diese „Multi-Omics“ Ansätze werden detaillierte Einblicke in komplexe Stoffwechselprozesse ermöglicht. Weiterhin soll die erneuerte Plattform der Identifikation neuer Biomarker für die klinische Diagnostik dienen, wobei die Translation entwickelter analytischer Workflows in die Routinediagnostik im Vordergrund steht. Aufgrund der hohen Komplexität biologischer Proben ist die eindeutige und sensitive Identifikation von Analyten (Proteine sowie Metabolite) eine große Herausforderung. Chromatographische Trennung ebenso wie die Hochauflösung der massenspektrometrischen Analytik und zuverlässige, leistungsfähige Software-Lösungen sind unabdingbar, um valide Ergebnisse zu erlangen und falsch-positive Identifizierungen zu vermeiden. In den letzten fünf Jahren haben sich die Forschungsfelder der nicht-zielgerichteten Metabolomik und Proteomik rapide weiterentwickelt. Die Sensitivität und Auflösung der Massenspektrometer nimmt stetig zu und die Entwicklung einer Vielzahl von Software-Lösungen ermöglicht die exakte Identifizierung und zuverlässige Quantifizierung von immer weiter steigenden Zahlen von Analyten. Mit der Integration der Ionenmobilitätsspektrometrie (IMS) in die LC-MS/MS Analytik (LC-IMS-MS/MS) wurde die Sensitivität der nicht-zielgerichteten Analytik und damit die Identifizierung von niedrig abundanten Spezies in komplexen biologischen Proben deutlich verbessert. Um dem neusten Stand der Forschung gerecht zu werden und die höchstmögliche Sensitivität des bereits 2021 installierten HR-MS für die geplanten Multi-Omics Projekte und die Identifikation neuer Biomarker zu gewährleisten, wird eine Geräteerneuerung, bestehend aus Ionenmobilitätsinterface, Trockenpumpenupgrade, Auswerterechner und Softwareupdates beantragt.
DFG-Verfahren
Forschungsgroßgeräte
Großgeräte
Hochauflösendes Massenspektrometer mit Flüssigchromatographie-System (Erneuerung)
Gerätegruppe
1700 Massenspektrometer
Antragstellende Institution
Universität Leipzig
Leiterin
Professorin Dr. Uta Ceglarek
