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FTIR-Spektrometer (Erneuerung)
Fachliche Zuordnung
Analytische Chemie
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 584902877
Ziel des beantragten Vorhabens ist die gezielte Ertüchtigung einer bestehenden Infrarotspektroskopie-Infrastruktur durch die Ergänzung einer modernen mikroskopischen Analyseeinheit. Damit soll eine leistungsfähige und langfristig verfügbare Forschungsplattform für die ortsaufgelöste chemische Analyse unterschiedlichster Proben geschaffen werden. Die Maßnahme ermöglicht es, chemische Informationen nicht nur an größeren Proben, sondern auch an kleinsten Strukturen im Mikrobereich zuverlässig zu erfassen. Die mikroskopische Infrarotspektroskopie erlaubt eine berührungsfreie und markierungsfreie Untersuchung biologischer, polymerer und nachhaltiger Materialien. Sie liefert detaillierte Informationen über die chemische Zusammensetzung, molekulare Bindungen und strukturelle Veränderungen innerhalb komplexer Proben. Dies ist insbesondere für die Lebenswissenschaften von großer Bedeutung, da Gewebeproben und Zellverbände ohne zusätzliche Färbe- oder Markierungsschritte analysiert werden können. Dadurch lassen sich krankheitsbedingte Veränderungen objektiv und reproduzierbar untersuchen und neue diagnostische Ansätze entwickeln. Ein weiterer Schwerpunkt der geplanten Nutzung liegt in den Materialwissenschaften. Die Methode ermöglicht die ortsaufgelöste Analyse von Polymeren, Verbundwerkstoffen und biogenen Materialien. Chemische Inhomogenitäten, Alterungsprozesse, Additive oder lokale Strukturveränderungen können gezielt identifiziert werden. Dies ist besonders relevant für die Entwicklung nachhaltiger Materialien, da molekulare Wechselwirkungen und Bindungsmechanismen entscheidend für die Funktionalität und Stabilität solcher Werkstoffe sind. Darüber hinaus spielt die mikroskopische Infrarotspektroskopie eine wichtige Rolle im Bereich der Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung. Sie erlaubt die Identifikation und Charakterisierung kleinster Partikel in Wasser-, Boden- oder biologischen Proben und trägt damit zum Verständnis von Materialkreisläufen und lokalen Umweltbelastungen bei. Insgesamt stellt das Vorhaben einen strategischen Schritt dar, um eine langfristig nutzbare, innovationsgetriebene Forschungsinfrastruktur aufzubauen. Die Maßnahme stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der beteiligten Forschungseinheiten, ermöglicht die Bearbeitung zukünftiger wissenschaftlicher Fragestellungen und schafft die methodische Grundlage für neue interdisziplinäre Forschungsansätze mit hoher gesellschaftlicher Relevanz.
DFG-Verfahren
Forschungsgroßgeräte
Großgeräte
FTIR-Spektrometer (Erneuerung)
Gerätegruppe
1830 Fourier-Transform-IR-Spektrometer
Antragstellende Institution
Hochschule Reutlingen
Leiter
Professor Dr. Marc Brecht
