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Einfluss von Feedbackmodalitäten und Ermüdung auf das Kadenz-Retraining beim Laufen
Antragstellerin
Dr. Cagla Kettner, Ph.D.
Fachliche Zuordnung
Anatomie und Physiologie
Kognitive und systemische Humanneurowissenschaften
Medizinische Physik, Biomedizinische Technik
Kognitive und systemische Humanneurowissenschaften
Medizinische Physik, Biomedizinische Technik
Förderung
Förderung seit 2026
Projektkennung
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Projektnummer 585195354
Laufen ist eine der weltweit am häufigsten ausgeübten körperlichen Aktivitäten und mit zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen verbunden. Gleichzeitig treten laufbedingte Überlastungsverletzungen häufig auf, insbesondere bei Freizeitläuferinnen und -läufern. Eine vielversprechende Strategie zur Reduktion des Verletzungsrisikos ist die Modifikation der Laufkadenz, die als die Anzahl der Schritte pro Minute definiert ist. Frühere Studien zeigen, dass eine moderate Erhöhung der Laufkadenz günstige biomechanische Veränderungen bewirken und die mechanische Belastung der unteren Extremitäten reduzieren kann. Um solche Anpassungen zu unterstützen, werden in der Gang- und Laufumschulung häufig Augmented-Feedback-basierte Ansätze eingesetzt. Bislang ist jedoch unklar, welche Feedbackmodalität (visuell, auditiv oder haptisch) für das Kadenz-Retraining am effektivsten ist und ob die erlernten Anpassungen unter Ermüdung erhalten bleiben. Das Hauptziel dieses Projekts ist es, systematisch zu untersuchen, wie unterschiedliche Feedbackmodalitäten sowohl die akuten Effekte als auch die trainingsinduzierten Anpassungen der Laufkadenz beeinflussen und wie Ermüdung diese Prozesse des motorischen Lernens moduliert. In einer kontrollierten Interventionsstudie absolvieren gesunde Freizeitläuferinnen und -läufer ein mehrwöchiges Trainingsprogramm, in dem die Laufkadenz mithilfe von visuellem, auditivem oder haptischem Augmented-Feedback um 5–10% erhöht werden soll. Die Effekte der Gang- und Laufumschulung werden sowohl akut als auch nach Abschluss der Trainingsphase sowie in einer Retention-Messung untersucht, wobei die beiden letzteren Messzeitpunkte unter ausgeruhten und ermüdeten Bedingungen erfolgen. Ziel des Projekts ist es, grundlegende Erkenntnisse zum feedbackbasierten motorischen Lernen beim Laufen zu gewinnen und zu klären, wie Ermüdung die Retention und Aufrechterhaltung angepasster Bewegungsmuster beeinflusst. Die Ergebnisse sollen zur Optimierung feedbackbasierter Protokolle der Gang- und Laufumschulung beitragen und praxisrelevante Hinweise für die Gestaltung von Trainings- und verletzungspräventiven Interventionen im Laufen liefern.
DFG-Verfahren
Stipendium
Internationaler Bezug
Niederlande
Gastgeber
Professor Dr. Bas Van Hooren
