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Hochfeld-Kleintier-MR-Tomograph

Subject Area Medicine
Term Funded in 2008
Project identifier Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) - Project number 89291197
 
Final Report Year 2014

Final Report Abstract

Bei dem beschafften Gerät handelt es sich um einen Kleintier-Magnetresonanz-Tomographen (MRT), mit dem biologische Proben sowie Kleintiermodelle in der biologischen und biomedizinischen Grundlagenforschung (und angewandten Forschung) untersucht werden können. Die Nutzung des Gerätes erfolgt zu 20-40% als Core Unit des IZKF der Medizinischen Fakultät, zu 30-60% in drei SFBs und zu 10-30% in eigenen Projekten des federführenden Wissenschaftlers. Insbesondere durch die Nutzung als Core Unit existieren eine Vielzahl an bearbeiteten Themen, die fast die gesamte Bandbreite der biomedizinischen Bildgebung abdecken. Schwerpunkt im Rahmen der Core Unit sind onkologische Projekte, bei denen es meist um die Darstellung von Primärtumoren oder Metastasen in verschiedensten Modellen geht. Dabei werden auch neuartige Tumormarker oder -therapien untersucht. In diesem Zusammenhang werden auch multimodale Verfahren eingesetzt (z.B. die Kombination von MRT mit Positronen- Emissions-Tomographie, Echokardiographie oder Fluoreszenz-Bildgebung), welche u. a. im SFB 656 „Molekulare Bildgebung im Kardiovaskulären System“ entwickelt werden. Im Rahmen dieses SFBs werden insbesondere MRT-Methoden entwickelt und angewendet, um Mausmodelle für kardiovaskuläre Erkrankungen, wie Herzinfarkt oder Arteriosklerose zu untersuchen. Modelle für bakterielle Infektionen des Herzens (Endocarditis) und des Knochens (Osteomyelitis) werden im Rahmen des SFB TR34 „Pathophysiologie von Staphylokokken im postgenomischen Zeitalter“ untersucht. Im SFB 1009 „Breaking Barriers“ geht es hauptsächlich um die Kombination von verschiedenen MRT-Verfahren zur Darstellung von dynamischen Prozessen an Zell- und Endothelbarrieren. Hier werden unter anderem Modelle von entzündlichen Erkrankungen des zentralen Nervensystems, wie die experimentelle allergische Enzephalomyelitis (EAE) untersucht. Themenübergreifend werden an dem Gerät neue Verfahren der molekularen Bildgebung entwickelt. So wird 19F MRT zur Detektion von Fluor-markierten Zellen weiterentwickelt. Neue Anwendungs-möglichkeiten der ultra-kurzen Echozeit-Verfahren (UTE, ZTE) werden erprobt. Neuartige Detektionsmethoden für neue oder etablierte Kontrastmittel werden entwickelt sowie neue Kontrastmittel-Moleküle synthetisiert und getestet. Ein weiterer großer Themenbereich des Einsatzes des Gerätes ist die funktionelle MRT (fMRT) zur Untersuchung grundlegender Mechanismen der Funktion des Gehirns und seiner Netzwerke. So wird mittels fMRT und fMRS (funktionelle MR Spektroskopie) die Verarbeitung von Schmerzreizen und die Entstehung chronischen Schmerzes untersucht. In Ansätzen, die die MRT mit optogenetischen Verfahren und weiteren neurophysiologischen Messmethoden kombinieren, werden neben der Untersuchung grundlegender Mechanismen der Reizverarbeitung im Nervensystem auch Netzwerke im Gehirn charakterisiert, die z.B. für die Entstehung von Epilepsie verantwortlich sind.

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